Gleichbleibend hohe Besucherzahlen, zahlreiche gut besuchte Veranstaltungen, Lesungen und Events und sogar ein Besuch von John Michael aus San Francisco, einem Ur-Ur-Enkel von Levis Bruder Jonathan Strauss: Museumsleiterin Tanja Roppelt konnte viele Höhepunkte in ihrem Rechenschaftsbericht vortragen. Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr im Levi-Strauss-Museum über 20 Trauungen abgehalten.

Dazu kamen Tagungen unter anderem von einer Gruppe von Ärzten aus der Region, der Generalstaatsanwaltschaft Nordbayern und einer Delegation der Bamberger Polizei. Journalisten der Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung, Reisejournalisten aus Schweden und eine englische Bloggerin besuchten den Geburtsort von Levi Strauss in Buttenheim. Auch wird das Museum immer mehr von regionalen Unternehmen wahrgenommen und in die Betreuungsprogramme für ausländische Gäste aufgenommen. Die regelmäßige Aktualisierung der Internetseite des Museums und des Shops ist für die Museumsleiterin genauso wichtig wie die Kontaktpflege mit den Fremdenverkehrseinrichtungen der Region. Darüber hinaus ist das Museum auf verschiedenen Internetportalen vertreten, und Kooperationen mit der Deutschen Bahn, dem Flughafen Nürnberg und dem VGN sind in die Wege geleitet.

Im Rahmen einer Lehrerfortbildung zusammen mit dem Verein Agil Bamberg konnten die museumspädagogischen Programme "Verwoben" und "Leben auf dem Land im 19. Jahrhundert" vorgestellt werden. In diesem Jahr bot das Museum im Rahmen des Buttenheimer Ferienprogramms eine Veranstaltung zum Thema "Spuren jüdischen Lebens im Buttenheim" an. Hier bekamen die Teilnehmer einen Überblick über die jüdische Geschichte Buttenheims und lernten den Beruf des Hausierers kennen. Weitere Stationen waren das ehemalige Kaufhaus Weißmann, die frühere Synagoge, die Gedenktafel für die Familie Habermann und der jüdische Friedhof.


Die Kosten steigen

Die Pflege, Erforschung und Erweiterung der museumseigenen Sammlung bleibt jedoch weiterhin ein Schwerpunkt der Museumsarbeit. Für Tanja Roppelt wird die Akquise von Drittmitteln ein immer wichtigeres Betätigungsfeld. Da die Ausstellungen und Veranstaltungen immer professioneller werden, steigen gleichzeitig die Kosten. Entsprechend angestiegen ist der Verwaltungsaufwand, um diese Mittel zu beantragen, zu verwalten und um den Verwendungsnachweis zu erstellen. Erfreulicherweise finden sich immer wieder Partner, die das Museum fördern. Ihr Dank galt in diesem Zusammenhang der Kulturstiftung der Sparkasse, dem Bezirk Oberfranken und insbesondere dem Förderverein Levi Strauss Geburtshaus e.V.

Zahlreiche Events sind für 2016 bereits geplant. So soll es unter anderem zum Tag der Franken, der in diesem Jahr unter dem Motto "Patente Franken - fränkische Patente" steht, eine Aktion vor Ort geben. Die Wanderausstellung "Be part of the Legend" wurde bereits vom Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim und von der Dortmunder Westfalenhallen GmbH gebucht. Ausstellungsstücke des Museums sollen an die Demin School Amsterdam ausgeliehen werden. Zudem erarbeitet ein P-Seminar eines Forchheimer Gymnasiums ein Theaterstück über Levi Strauss, das im Herbst zur Aufführung kommen soll.

Die Museumsleiterin dankte dem Markt Buttenheim für die finanzielle und ideelle Unterstützung. Für sie ist es wichtig, dass "sowohl der Gemeinderat als auch die Verwaltung hinter dem Museum stehen". Ihr Dank galt auch den vielen ehrenamtlichen Helfern, die unter anderem bei der Organisation und Durchführung von Festen und Feiern sowie bei der Betreuung von Besuchern immer vor Ort seien.