Unglaublich, aber wahr: In Stegaurach gibt es nun einen Regenwald. Zwar keinen echten, dafür aber einen von Peter Schubert gepuzzelten.

Der gelernte Betriebsschlosser puzzelt seit zehn Jahren in seiner Freizeit. Er ist auf Riesen-Puzzles spezialisert und hat in seiner Puzzle-Karriere insgesamt schon 48 000 Puzzles gelegt. Neben seinem Vollzeitjob puzzelt Schubert am Tag zwischen zwei und zwölf Stunden und an Wochenenden sogar bis zu 14 Stunden.

Sein allererstes Puzzle, das ihn in den Bann der PuzzleKunst gezogen hat, war "Die Welt" mit 20 000 Teilen. "Nach diesem Puzzle bin ich auf den Geschmack gekommen", so Schubert. Sie zu legen, sei kein Hexenwerk, sondern nur eine Sache von Geduld und Spaß am Hobby. Insgesamt hat der Steg auracher sechs Riesen-Puzzles (ab 18 000 Teilen) gelegt. Die meisten davon stammen von dem spanischen Spielwarenhersteller Educa, einer der führenden Puzzle-Hersteller der Welt.

Letztes Jahr wagte sich Schubert an eine wahre "Dschungel-Prüfung" - nach über zehn Monaten und zwei bis zwölf Stunden Puzzlearbeit täglich waren die 33 600 Puzzle-Teile mit dem Regenwaldmotiv verlegt. Mit 5,70 Meter Länge und 1,57 Meter Breite hat es eine Gesamtfläche von gut neun Quadratmetern und wiegt stolze 20 Kilogramm. "Soviel ich weiß gibt es kein größeres Puzzles auf der Welt", so Schubert. Über die Fertigstellung des Puzzles war jedoch eine andere Person noch begeisterter als Schubert - seine Ehefrau.

In zehn Beuteln

Da das Puzzle in zehn Beuteln aufgeteilt geliefert wurde, konnte Schubert es streifenweise verlegen und gleichzeitig die Rückseite auf Längsplatten kleben. So hat er bessere Transportmöglichkeiten, wenn er mit dem Regenwald-Puzzle auf Ausstellungen fährt.

Besonders reizen Peter Schubert größere Städte wie München. Als Kundenmagnet hatte Schubert bereits Ausstellungen in verschiedenen Kaufhäusern, beispielsweise dem Bamberger Atrium.
Im Guinness-Buch der Rekorde hat der Stegauracger bisher allerdings keinen Eintrag bekommen - weil ihm der Nachweis fehlte, das Puzzle eigenständig und ohne Helfer gelegt zu haben.

Enttäuscht ist Schubert deswegen aber wenig, denn er plant bereits ein weiteres Riesen-Puzzle zu legen, wenn es auf den Markt kommt - eines mit über 44 000 Teilen.