Wo sonst "VIPs" und Ehrengäste die Erfolge der Brose Baskets feiern, standen am Vorabend von Nikolaus 600 Bedürftige im Mittelpunkt: In der Oddset Sports Lounge der Stechert-Arena fand das vierte Benefizweihnachtsdinner der Basketballer statt.

Knapp drei Wochen vor dem Heiligen Abend wurden die dankbaren Gäste beschert, mit einem (Rinder)-Weihnachtsbraten, mit Spielsachen für die Kinder und einer Lebensmittel-Tasche für die Erwachsenen, in der auch Konzert- und Basketball-Tickets versteckt waren. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Caritas, Bamberger Tafel bzw. des Vinzenzvereins und mit Unterstützung des Catering-Teams "FreakCity", des Lions Club Bamberg Residenz und des Messeteams Bamberg durchgeführt.

"Ich freue mich riesig" - "Das ist etwas ganz Besonders" - "Ich warte schon immer auf die Anmeldung für diesen Abend" - "Genieße das Essen und die Basketballer mal aus der Nähe zu sehen" - Ein vorgezogenes Weihnachtsfest" - "Unbeschreibliches Gefühl": Dies waren die immer wiederkehrenden Lobeshymnen der Gäste, die begeistert und dankbar waren, dass die Meister-Spieler trotz des dichten Terminkalenders mit der Euroleague (am Tag darauf ging es um 6 Uhr Richtung Vilnius) und Bundesliga es sich nicht nehmen ließen, für die Bedürftigen in die Kellner-Rolle zu schlüpfen.

"Mein Lieblingstermin"

Wolf Balogh und sein Catering-Team hatten wieder ganze Arbeit geleistet: An die 1000 fränkische Klöße, fast 200 Kilogramm Rindfleisch und Berge von Blaukraut fanden reißenden Absatz. Den Hauptdarstellern auf dem Parkett und dem Coach-Team (Chris Fleming: "Das ist mein Lieblingstermin") war die Freude anzusehen, sie genossen ihren "Job" und erfüllten neben der Essensausgabe unzählige Autogramm- und Fotowünsche.

"Das Team steht voll hinter dieser Veranstaltung. Die Spieler, die es bereits kannten, haben sich darauf gefreut und die Neuen mitgezogen. Eine gute Sache, kein x-beliebiger PR-Termin", brachte es Co-Trainer Arne Woltmann auf den Punkt, während er Teller für Teller weiter reichte.

"Allein 3000 Euro kamen aus der Mannschaftskasse, ein Tausender kam vom Lions Club, die Band Big Sound Jack spielt ohne Gage, ehrenamtlich auch Catering FreakCity, um nur einige Eckpunkte zu nennen", beschreibt Steffen Marx (in Doppelfunktion Brose Baskets und Lions Club) als einer der "Drahtzieher" entscheidende Marksteine dieses außergewöhnlichen Abends, an dem viele der Eingeladenen für Stunden ihr nicht immer leichtes Schicksal vergessen konnten.

Nachdem Brose Baskets-Präsident Norbert Sieben und Lions-Präsident Kay Zimmermann das Club-Motto "We serve - Wir dienen" betonten und sich auch Projektleiterin Nina Kusnezow von der "Kultur-Tafel" überwältigt zeigte, war es Wilhelm Dorsch als Vorstand des St. Vinzenzvereins und der Bamberger Tafel, der die Bedeutung dieses "Abends der Nächstenliebe" - verbunden mit Dankesworten an die Brose Baskets-Verantwortlichen - hervorhob.

"Bei einem solchen Abend kommt man auch nahe an die Leute ran, die schwierige Lebenssituationen meistern müssen. Die meisten Menschen sind in Not und sind alle sehr dankbar. Ein absolutes Highlight, auf das wir auch während des Jahres immer angesprochen werden. Da wird schon sehnlichst darauf gewartet. Einen solch sorgenfreien Abend, der keinen Cent kostet, haben diese Menschen wohl ganz selten", freute sich Dorsch bei dieser Hilfsaktion, die auch bei den 250 Kindern für glänzende Augen sorgte.