Wer Höchstleistungen erwartet hatte, wurde nicht enttäuscht. Denn auch heuer zündeten die Trunstadter Ritter vom Hahn wieder ein Feuerwerk der guten Laune. Passend zu ihrem neuen Bühnenbild, der neuen Dekoration, starteten sie mit einer professionellen Lasershow in den Abend, die von Herbert Rebhan, einem Vollprofi und Altmeister des Trunstadter Faschings ausgearbeitet und zusammen mit seinem Team gestaltet wurde. Gut gelaunt, charmant und reizend moderierte Bettina Fößel die Show, musikalisch begleitet von Ludwig Behr. Es wurde ein sehr gelungener, kurzweiliger Abend, der für jeden Geschmack etwas bot. Wer die Truschtäädter Ritter Fosenocht miterlebt hat, wird sie so schnell nicht vergessen.

Es ging Schlag auf Schlag: Zu "Jetzt geht's los - hier spielt die Musik" zeigte die Tanzgarde zu bekannten Rhythmen ihr Können. In ihren neuen Kostümen gewannen die Mädchen die Herzen der Zuschauer im Flug (Choreographie: Katrin Rebhan, Sabrina Jäger und Martina Rebhan; Kostüme: Claudia Beßler). Beim Sketch "Auf dem Bauernhof" wollte ein etwas stotternder Knecht (Tanja Steinhübl) wegen Schwierigkeiten mit den Hühnern (Sven, Frieda, Hendrick) seinem Bauern (Regina Wohlpart) kündigen.

Die Neuzugänge bei den Rittern vom Hahn, Birgit Amling und Klaus Buck, lieferten mit dem Musiksketch "Engelchen und Teufelchen" einen der Höhepunkte des Abends. Mit einem fröhlichen "Höllau" betraten sie die Bühne. Die eine war froh, für kurze Zeit ihrem Dienst als Schürteufel entkommen zu sein, der andere freute nicht weniger, nicht ständig frohlocken zu müssen. Bei dem Gedrängel da oben wegen den geburtenstarken Jahrgängen habe nicht mehr jeder Engel seine eigene Wolke. Das wird Wolken-Sharing genannt. Auch das Höllenfeuer wurde besungen, das für manchen Teufel die Hölle sei.

Noch bevor eine Jungunternehmerin (Carina Wohlpart) von ihren großen Plänen erzählen konnte, platzte die Meldung in den Saal: Der neue Bürgermeisterkandidat werde vermisst. Neugierde und Unruhe machte sich breit. Dennoch zog die Rednerin, obwohl noch jung an Jahren, wie ein alter Hase die Zuschauer in ihren Bann.

Es folgte ein weiteres Highlight des Abends: "Hairspray" nach dem gleichnamige Musical, das im Baltimore der 60er Jahre spielt. Zu den bekanntesten Melodien des Musicals tanzten kleine und große Darstellerinnen und Darsteller in perfekten Kostümen mit Lichteffekten, die Haare - natürlich mit Hairspray - zu futuristischen Kompositionen gestylt. Die Zuschauer waren begeistert (Idee und Leitung: Michaela Weidhaus, die auch zusammen mit Andrea Lechner die Kostüme entwarf und schneiderte).

Eine ganz knifflige Rechenaufgabe hatte ein Schüler (Helmut Wohlpart) zu lösen. Vater (Bernd Zitzelsberger) und Mutter (Andrea Lechner) standen ihrem Sohn zur Seite. Kommissarin Sherry Holmes (Katrin Rebhan) mit ihrer Assistentin Dr. Watson (Martina Rebhan), kurz: Assi Warze, hatten inzwischen die Überwachungskamera "Kirchberg 13", dem neuen Vereinsheim der Ritter vom Hahn, ausgewertet und befragten das Publikum, ob ihnen die auf den Bildern zu sehenden Personen bekannt seien. Diese waren - wie konnte es auch anders sein - natürlich im Saal anwesend und wurden sogleich auf die Wache gebracht, gefragt wo sie am Tattag zwischen 24 und 25 Uhr gewesen seien. Wenn dort Einzelheiten aus dem Ortsgeschehen bekannt wurden, war das ein unmittelbarer Angriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer.

Von einer Kneipenkur geschädigt war in der folgenden Büttenrede ein Ehemann (Helmut Wohlpart). Er wunderte sich über seinen ärztlichen Befund: Wasser in den Beinen, wo er doch nur Bier und Wein trinke. Vor der nächsten Nummer forderte die Moderatorin alle anwesenden Männer auf, gut auf ihre Frauen aufzupassen, denn nun folge das Wasserballett der Trunstadter Maa-Hopser. Die Zuschauer konnten dabei hautnah miterleben, wie anmutig und graziös sich das Männerballett im Wasser bewegte (Choreografie: Kerstin Wolf).

Als Schnäppchenjägerinnen waren Birgit und Regina Amling bei Aldi, Lidl & Co. unterwegs. Die Probleme der älteren Generation im Umgang mit den neuen Medien waren im nächsten Sketch zu erleben. Da wurde es auch schon mal ernst, wenn das am Rollator angebrachte Navi am Friedhof meldet, "Sie haben Ihr Ziel erreicht." Doch schließlich entpuppten sich Oma und Opa als ganz clevere Einkäufer, die von der Sache mehr verstehen, als sie zugegeben haben und hatten damit die Lacher auf ihrer Seite. Vor dem großen Finale zeigte sich dann noch einmal die Garde mit ihrem Showtanz "Sisters Dream" in Höchstform.