Im November 2011 verstarben innerhalb von drei Tagen die Kabarettisten Georg Kreisler und Ludwig Hirsch. Anlässlich der Todestage singen und spielen Gruselchansonnier Arnd Rühlmann und Wuchtbrumme Gerti Baumgärtel nun ihre schauerlichsten und komischsten Lieder - von kunterbunt bis tiefschwarz, wie die beiden in Aussicht stellen.

"Wie die Wiener fasziniert mich das Morbide", bekannte Baumgärtel in einem Interview. Verfinstert im November eine dichte Nebeldecke das Gemüt der sonst so lebensfrohen Weltstädter, dann zeigt sich eben auch ihr inniges Verhältnis zum "Boanlkramer". Eine Verbundenheit, die auf dem Zentralfriedhof als zweitgrößtem Totenacker Europas zu pompösen Trauerinszenierungen und dem aberwitzigen Hype ums Probeliegen in Särgen führt. "Der Tod muss ein Wiener sein", sinnierte Georg Kreisler, während André Heller den Gevatter als "Animateur" bezeichnete und Ludwig Hirsch reimte: "Der Tod is ein Seitensprung, mehr a scho ned. Du schlafst ein und wachst auf, nur in an anderen Bett."

Lust auf mehr schaurig-schöne Geschichten? Dann ab in die Tiefen des Kaulbergs, wo am 8. und 24. November ab 20 Uhr das Musikkabarett mit den beiden Bamberger Künstlern steigt.