"So sehr ich die Kündigungen auch bedauere, so sind sie doch nötig, um das Unternehmen und damit den überwiegenden Teil der Arbeitsplätze zu erhalten", erklärte Böhm in einer Mitteilung.

Er strebe eine sozialverträgliche Lösung für die betroffenen Mitarbeiter an. Dies soll mit einer Transfergesellschaft geschehen. In einer Transfergesellschaft erhalten die Arbeitnehmer einen Teil ihres Lohns oder Gehalts und werden bei der Arbeitsplatzsuche unterstützt. Die Finanzierung der Transfergesellschaft hänge entscheidend von einem positiven Abschluss der Investorengespräche ab, so Böhm. Der Insolvenzverwalter verhandelt derzeit mit mehreren Interessenten.

Dieter Reichert von der IG Metall in Bamberg bedauert den Arbeitsplatzabbau: "Uns bleibt nach langer Prüfung nichts anderes übrig, als das zu akzeptieren", sagte er gegenüber unserer Zeitung. Es bleibe die Hoffnung, den Standort Bamberg erhalten zu können. Reichert verweist auf konkrete Verhandlungen mit einem Investor im November.

Die Kaliko GmbH gehört zu den bedeutendsten Produzenten von High-Tech-Textilien wie Bucheinband- oder Sonnenschutzstoff. Als Gründe für die Insolvenz, die seit Juli läuft, werden Probleme im internationalen Markt genannt.