Fröhliche Helau-Rufe, lachende Gesichter und ausgelassene Stimmung. Kiloweise Kamellen und Konfetti prasselten auf die Zuschauer ebenso nieder wie Salzstangen, Popcorn und Bananen. Auch Bier, Sekt und Schnaps flossen reichlich in die Narrenschar. Erfahrene Passanten hatten sogar ihre eigenen Becher mit.

Der Zug selbst hatte eine stattliche Länge. Fast zwei Stunden dauerte es, bis der letzte vom Markusplatz gestartete Wagen das Ziel, das Rathaus am Maxplatz, erreicht hatte. Er war eine bunte Mischung aus Tanz- und Gardegruppen, bunt kostümierten Fußtruppen und zahlreichen Stimmungswagen. Auch Stegaurachs Bürgermeister Siegfried Stengel war in Form einer lebensgroßen Figur vertreten. Die wohl originellste Idee jedoch hatte sicherlich die Aurachtaler Kameradschaft. Als Asterix und Obelix eroberten sie mit einem Wagen voll "Zaubertrank" die Bamberger Innenstadt. Natürlich waren auch Römer zugegen: zu Fuß und im motorisierten Streitwagen.

Aber auch die Maskierungen unter den Zuschauern, die dicht gedrängt das bunte Treiben verfolgten, waren zum Teil sehr erfinderisch. Mädels verpackten sich als Geschenke, Gießkannen wurden zweckentfremdet und fanden Platz auf den Köpfen und auch der Abschied der Amerikaner wurde von einem Zuschauer thematisiert.

Am Maxplatz stürmte die Narrenschar traditionell das Rathaus. Oberbürgermeister Andreas Starke wehrte sich zunächst zwar als "mittelalterlicher Bauer" heftig, als er jedoch einen Kuss von der Memmelsdorfer Faschingsprinzessin Lias I. bekam, gab er seinen Widerstand auf und überließ den Narren für den Rest des Tages das Rathaus.