Die Fußgänger, die künftig in Todtenweisach die Bundesstraße 279 überqueren wollen, werden es leichter haben, denn das Straßenbauamt Schweinfurt plant eine Überquerungshilfe. Todtenweisach wird durch die Ortsdurchfahrt der B 279 in zwei Teile getrennt, wobei die Ortsdurchfahrt sehr breit ist.

Zwei Alternativen standen zur Wahl. Die erste Ausführung sollte westlich der Einfahrt nach Marbach erfolgen. Dies hätte jedoch zur Folge, dass von der Bushaltestelle auf der nördlichen Seite die Leute erst zurücklaufen, die B 279 überqueren und dann wieder zurück zur Bushaltestelle in südlicher Richtung laufen müssten. "Das macht kein Mensch", erklärte Bürgermeister Wolfram Thein.

Die Alternative befindet sich nach der Marbacher Einfahrt Richtung Pfaffendorf. Bei dieser Ausführung wurde der Rückbau der Bushaltebucht geplant, was vom Gremium als nicht gut empfunden wurde. Nicht nur, dass die Busbenutzer am Rand der viel befahrenen Straße stünden, auch das Buswartehäuschen würde abgebaut. Nach dieser Planung würde der Bus auf der Fahrbahn stehen bleiben und den Verkehr beim Ein- und Aussteigen zum Erliegen bringen. Gegenüber ist bereits eine Parkbucht vorhanden. Die Baukosten werden vom Straßenbauamt übernommen. Auf die Gemeinde kommt nur die Beleuchtung zu, wobei man mit rund 17 000 Euro rechnen muss. Da auch die Bürger die Parkbuchten wünschen, entschied sich der Gemeinderat für die Variante zwei, allerdings mit Beibehaltung der Parkbucht.

Der Markt Maroldsweisach beteiligt sich mit 50 000 Euro am Projekt Bürgerwindpark Sailershausen. Bisher konnten die Kommunen sich über die Gemeinde-Allianz-Hofheimer-Land finanziell an dem Projekt beteiligen. Nun können sich die Gemeinden wie auch Privatbürger über die Bürger-Energie-Genossenschaft Haßberge eG (BEG) einkaufen. Windgutachten hätten ergeben, dass in den nächsten 20 Jahren eine Rendite von drei bis fünf Prozent erwartet werden könne, erklärte Bürgermeister Thein. Maroldsweisach kaufte sich direkt in die Sailershäuser Wald GmbH & Co.KG ein und erhält damit auch Stimmrecht. Die zehn geplanten Windräder kosten rund 44 Millionen Euro.

Wie Michael Rahn von der Verwaltung erklärte, darf sich die Gemeinde nach neuester Rechtsprechung nur noch mit maximal zehn Prozent an Erschließungskosten beteiligen. Bisher übernahm die Gemeinde 20 Prozent. Einige Gemeinderäte sahen darin einen Anreiz, Bauwillige nach Maroldsweisach zu holen. Aber um rechtskonform zu sein, stimmte das Gremium der Änderung zu.

Bürgermeister Thein verwies noch darauf, dass die Bundesstraße zwischen Voccawind und Todtenweisach ab 26. November wegen einer Asphaltierung voll gesperrt werden soll.


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