Falls sich nicht kurzfristig doch noch ein Interessent für die insolvente Asag Automobile Bamberg GmbH findet, wird das Autohaus in der Hafenstraße zum 31. Oktober seine Geschäftstätigkeit komplett einstellen. Dies teilte der vorläufige Insolvenzverwalter, der Coburger Rechtsanwalt Klaus-Christof Ehrlicher, auf Anfrage mit. "Ich habe noch keinen gefunden, und im Moment zeichnet sich auch nichts ab", sagte Ehrlicher.

Die vier Asag-Autohäuser in Nürnberg (2), Fürth und Bamberg sind zahlungsunfähig und hatten Mitte September bei den jeweils zuständigen Gerichten einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Wie es derzeit um die Häuser in Nürnberg und Fürth bestellt ist, darüber konnte Ehrlicher keine Auskunft geben. Der Vorteil an diesen Standorten sei jedoch, dass die dort eigenständig agierenden Gesellschaften über Händlerverträge verfügten. "Das Autohaus in Bamberg hatte keinen eigenständigen Händlervertrag und ist über Nürnberg und Fürth mitversorgt worden", berichtete Ehrlicher.


14 Mitarbeiter müssen sich etwas Neues suchen

Asag handelte in Bamberg mit den Automarken Nissan, Kia und den Modellen der Fiat-Gruppe (Fiat, Alfa Romeo, Lancia und Jeep). Außerdem betrieb das Autohaus in der Hafenstraße eine Werkstatt und handelte mit Gebrauchtwagen.

Wenn zum Monatsende der Geschäftsbetrieb in Bamberg eingestellt wird, dann müssen sich auch die 14 Mitarbeiter der GmbH in Werkstatt, Verkauf und Verwaltung einen neuen Job suchen. Vier davon seien inzwischen anderweitig untergekommen, teilte Ehrlicher mit. Den restlichen Beschäftigten werde gekündigt.