Mit den Schülerzahlen geht es an der Altenkunstadter Mittelschule wieder bergauf. Am 1. Oktober 2012 zählte man 222 Schüler, ein Jahr später waren es schon 22 mehr. Ein Ende der erfreulichen Entwicklung ist nicht abzusehen: "Wir haben derzeit sogar 251 Jungen und Mädchen, die unsere Bildungseinrichtung besuchen. Zu Beginn des nächsten Schuljahres werden es voraussichtlich 255 Pennäler sein", teilte Schulleiter Manfred Heinbuch bei der Versammlung des Schulverbandes Altenkunstadt mit.

Worauf führt er die positive Entwicklung zurück? "Der Mittlere-Reife-Zug, kurz M-Zug genannt, und die gebundene Ganztagesklasse sind unsere Zugpferde." Auch viele Schüler, die für die Realschule oder das Gymnasium geeignet seien, würden sich für die Mittelschule entscheiden. Warum? "Weil sie sich im Klassenlehrersystem besser aufgehoben fühlen als im Fachlehrerprinzip, das an der Realschule und im Gymnasium gilt."

Auch immer mehr Schüler von der Friedrich-Baur-Mittelschule, die über keinen eigenen M-Zug verfügt und mit der die Mittelschule Altenkunstadt einen Schulverbund bildet, wechseln laut Heinbuch nach Altenkunstadt an den M-Zug. Einen weiteren Grund nannte sein Stellvertreter Bernd Schick: Auch der hohe Praxisbezug an der Schule ziehe die jungen Leute an. Zudem freuten sich beide darüber, dass alle Schulabgänger der Regelklassen eine Berufsausbildung gefunden hätten.

Von den 244 Schülern entfallen 120,5 auf Altenkunstadt und 123,5 auf Weismain. Die krummen Zahlen ergeben sich dadurch, dass Schüler, die aus anderen Orten stammen, wie zum Beispiel aus Burgkunstadt, je zur Hälfte auf Altenkunstadt und Weismain aufgeteilt werden. Für die Verbandsumlage ergibt sich damit folgendes Bild: Insgesamt ist die Umlage verglichen mit dem vorigen Schuljahr von 565 700 Euro auf 603 100 Euro gestiegen.
Auf die beiden Kommunen bezogen ergibt sich jeweils eine Steigerung: Auf Altenkunstadt entfielen bislang 279 028 Euro, zukünftig werden es 297 842 Euro sein. Im Falle Weismains steigt die Umlage von 286 672 auf 305 258 Euro.

Den Ausführungen von Kämmerin Astrid Redinger zufolge schließt der Haushalt in Einnahmen und Ausgaben mit einem Gesamtbetrag von 797 050 Euro. Das Zahlenwerk wurde einstimmig genehmigt.

Weniger Geld für Musikschule

An der Mittelschule Altenkunstadt befindet sich auch die Musikschule. "Sie wird von insgesamt 61 Schülern besucht", teilte der Vorsitzende des Gremiums, der Weismainer Bürgermeister Udo Dauer mit. Der Redner schlüsselte die Zahl auch nach Kommunen auf: 42 kommen seinen Ausführungen zufolge aus Altenkunstadt, 14 aus Weismain und fünf aus anderen Gemeinde außerhalb des Schulverbandes. Die Einnahmen für die Musikschule sind gesunken. Erzielte man im vergangenen Jahr noch 25 000 Euro, so sind es in diesem Jahr nur noch 19 000 Euro. "Das liegt daran, dass es seit dem Unterrichtsjahr 2012/2013 Ermäßigungen auf die Jahresgebühren gibt", erläuterte Kämmerin Redinger.

Der Vorsitz im Schulverband wurde turnusgemäß nach zwei Jahren von Altenkunstadt an Weismain übergeben. Udo Dauer wird das Gremium leiten. Sein Stellvertreter ist der neue Altenkunstadter Bürgermeister Robert Hümmer. Dem Verband gehören die Altenkunstadter Gemeinderäte Jan Riedel von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) und Edwin Jungkunz (CSU) sowie die Weismainer Stadträte Michael Dreiseitel (SPD) und Hans Schott (CSU) an. Die Sitzungsgelder für die Verbandsmitglieder wurden von 30 auf 40 Euro erhöht. Jan Riedel und Michael Dreiseitel hatten sich dafür stark gemacht, im Gegenzug die monatliche Aufwandsentschädigung für die beiden Bürgermeister zu senken. Für den Vorsitzenden beträgt sie derzeit 100 Euro, für seinen Stellvertreter 50 Euro. Nach kurzer Diskussion verständigte man sich darauf, alles beim Alten zu belassen.