Plötzlich war der Saft weg. Und auch die Straßenlaternen und Ampeln gingen aus, berichten Augenzeugen. Etliche tausend Bewohner in westlichen Landkreisgemeinden waren am Donnerstagabend von einem Stromausfall betroffen. Der Blackout dauerte bis zu einer Stunde und wiederholte sich in den Nachtstunden noch einmal.

Was führte zu dem Ereignis? Nach Informationen des Bayernwerks, des Strom-Netzbetreibers im Landkreis Bamberg , kam es am Donnerstagabend gegen 19 Uhr im Gebiet Burgebrach zu einer Störung im Mittespannungsnetz.

Ursache war ein Kabeldefekt auf der Strecke von Burgebrach Richtung Unterhaid ausgelöst durch einen Kurzschluss. Dieser führte in der Folge zur Schutzabschaltung von drei Mittelspannungsstromkreisen. Etwa eine Stunde lang war dadurch die Versorgung von 5000 Haushalten in den Landkreisgemeinden Burgebrach, Schönbrunn, Lisberg, Bischberg, Priesendorf, Walsdorf, Oberaurach und Schlüsselfeld unterbrochen.


Zwei "Kurze" im Kabel

Nachdem die Störung behoben und die Versorgung wiederhergestellt war, trat gegen 21.20 Uhr ein erneuter Kabelfehler auf, der in den gleichen Gemeinden zum zweiten Mal zu einem Stromausfall führte, teilt Christian Martens von der Bayernwerk AG mit. Dieses Mal dauerte es bis kurz vor Mitternacht, bis die Fehlerortung und die nötigen Schaltmaßnahmen abgeschlossen waren und alle betroffenen Haushalte wieder an einem funktionstüchtigen Netz hingen. Nach Angaben des Bayernwerks sind die Reparaturarbeiten an den beschädigten Kabeln aufgenommen. Freitagmittag liefen sie noch.


Bamberg nicht betroffen

Leser berichteten, dass zeitweise auch in Hirschaid der Strom weg gewesen sein soll. Auch dies kann der Netzbetreiber bestätigen. Allerdings handelte es sich um einen getrennten Vorfall, der durch einen ausgefallen Trafo in Hirschaid verursacht worden sei.

Die Stromversorgung in der Stadt Bamberg war nach Angaben der Stadtwerke Bamberg am Donnerstag zu keinem Zeitpunkt unterbrochen.