Mit dem ersten Spatenstich an der staatlichen Realschule in Scheßlitz hatte am Montag das jahrelange Planen und Vorbereiten offiziell ein Ende: In einem Erweiterungsgebäude entstehen 20 neue Unterrichtsräume (Klassenzimmer, Fach- und Gruppenräume sowie Räume für die Ganztagsschule).


Altes Gebäude wird runderneuert

Schulleiter Ralf Motel erklärt: "Dies ist das größte Schulbauprojekt im Landkreis Bamberg der letzten Jahrzehnte." Die Gesamtkosten für die Errichtung der notwendigen Erweiterungsbauten belaufen sich nach bisheriger Planung auf rund 24,5 Millionen Euro, so Landrat Johann Kalb in seiner Rede. Allerdings bleibe zu hoffen, dass am Ende der Baumaßnahmen 2022 nur 22 Millionen Euro gebraucht werden. "Die Investitionen in die Bildung werden sich auszahlen, denn unser Kapital, das Wissen, ist der wichtigste Wachstumstreiber", so Landrat Kalb.


Sanierungen auch anderswo

Im Zusammenhang mit dem Neubau werden die Bestandsgebäude generalsaniert: die gesamte Haustechnik erneuert, die Außenwände mit einer neuen Fassade verkleidet und gedämmt sowie neue Fenster eingebaut. Darüber hinaus erhält die Realschule Scheßlitz eine automatische Brandmeldeanlage und wird zukünftig Regenwasser nutzen. Auch die Turnhalle wird neu gemacht. Dafür wird mit weiteren fünf Millionen Euro gerechnet. Somit belaufen sich die geplanten Kosten sogar auf knapp 30 Millionen Euro. "Bildung ist einer der ganz entscheidenden Punkte", so Landrat Kalb: Auch in Hirschaid und in Ebrach sollen die Realschulen erweitert und saniert werden.


Verkehrssicherheit hat Priorität

Erster Bürgermeister Roland Kauper freut sich über die neue Baustelle: "Durch die Baumaßnahmen wird die Realschule in Scheßlitz zum sicheren Schulzentrum." Denn die Straßenverkehrssicherheit werde beim Bau groß geschrieben.

Neubau und Sanierung erfolgen in fünf Bauabschnitten. Der erste Abschnitt, der nach Auskunft von Architekt Stefan Paptistella bereits im Sommer 2018 fertig sein soll, beinhaltet alle Vorbereitungen für den Bau sowie den Rohbau des neuen Gebäudes selbst. Es seien bereits Stromleitungen verlegt und die notwendigen archäologischen Untersuchungen durchgeführt worden.

1972 wurde die Schule für gerade mal zwölf Klassen mit entsprechenden Gruppen- und Fachräumen errichtet. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen muss derzeit ein Teil der inzwischen 843 Schülerinnen und Schüler außer in den Klassenzimmern auch in neun Klassenzimmercontainern untergebracht werden.