Seit er auf der Welt ist, hilft die Juraklinik Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten medizinisch. Seinen zehnten Geburtstag hat der kleine Junge aus Afghanistan im Scheßlitzer Krankenhaus begangen. Möglich wurde das auf Basis der Kooperation zwischen Juraklinik Scheßlitz und dem "Friedensdorf International".
Selbstverständlich seien diese unentgeltlichen Behandlungen, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft. Dies kam inzwischen acht Kindern aus Afghanistan, Tadschikistan und Angola zu Gute. Sie alle erhielten hier die so dringend notwendige und oft langersehnte medizinische Behandlung, die in ihrer Heimat nicht möglich war.

Dr. Matthias Biedermann, Chefarzt der Unfallchirurgie setzt diese Tradition fort und erklärte sich im Februar sofort bereit, Shafiullah aus Afghanistan unentgeltlich zu operieren. Eine lange Reise hatte der Zehnjährige hinter sich, bevor er nachts in der Juraklinik Scheßlitz ankam.
Im Rahmen des 71. Hilfseinsatzes in Afghanistan und in den zentralasiatischen Partnerländern von "Friedensdorf International" flog er gemeinsam mit 108 Kindern, Begleitern der Partnerorganisationen und dem Einsatzteam des Friedensdorfes nach Deutschland.

Auf dem Düsseldorfer Flughafen wurde der Junge von einem Team des BRK Bamberg abgeholt und mit dem Krankenwagen nach Scheßlitz gebracht. Der Junge hatte eine ausgeprägte schwere Knochenentzündung des linken Oberschenkels. Nach eingehender Untersuchung konnte mit einer aufwändigen Operation und entsprechender Nachbehandlung die Erkrankung zur Abheilung gebracht werden.
Während seines fünfwöchigen Aufenthaltes in der Juraklinik feierte "Shafi", wie er liebevoll von den Ärzten und Pflegekräften genannt wurde, seinen zehnten Geburtstag.
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Spielzeugauto

Mit dem kleinen Spielzeugauto, das er als Geschenk erhielt, erkundete er bald die ganze Klinik und war im gesamten Krankenhaus bekannt und beliebt.

Alle Mitarbeiter freuten sich mit dem Buben über dessen Genesungsfortschritte. War anfangs die Verständigung noch auf eine reine Zeichensprache beschränkt, verbesserte sich zusehends auch die Kommunikation.
Vor kurzem war es dann soweit: "Shafi" konnte gesund aus der Juraklinik entlassen werden. Die chirurgische Station mit ihren Pflegerinnen und Pflegern wie auch die Ärzte und weiteres Klinik-Personal vermissen den immer freundlich lächelnden Jungen schon jetzt sehr.

Liebevoll umsorgt wurde der afghanische Junge zusätzlich von ehrenamtlichen Betreuerinnen des Friedensdorfes.

Nun wird "Shafi" noch eine Zeit in der Heim- und Pflegeeinrichtung des Friedensdorfes in Oberhausen verbringen, bis er im August zu seiner Familie und dann in seine Heimat zurückkehrt.