Der Erhalt des dörflichen Friedens war am Dienstagabend ausschlaggebend für die Abstimmung des Nüdlinger Gemeinderates in Sachen Windräder. Mit nur einer Gegenstimme sprach sich das Gremium nach gut einstündiger Debatte dafür aus, der Nüdlinger Energiegenossenschaft nur die Flächen für die geplanten Windräder 1 und 2 zu verpachten. Der Standort für das Windrad Nummer 3 fiel dagegen durch. Dafür soll ein Alternativstandort angeboten werden.

Laut Gutachten ist davon auszugehen, dass ein Windrad an einem Alternativstandort weniger Strom liefert, dafür ist die Gemeinde bereit, der Energiegenossenschaft anderweitig unter die Arme zu greifen. Mit 12 zu drei Stimmen war zuvor ein Antrag von Christian Höfler (Bürgerblock) abgelehnt worden, der eine Bürgerbefragung gefordert hatte, deren Ergebnis dann bindend für den Gemeinderat hätte sein sollen. Ebenfalls abgelehnt worden war der Antrag der Energiegenossenschaft auf Verpachtung aller drei Standorte.