Die Zelttheaterwoche hat sich im Lauf der Jahre einen guten Ruf erarbeitet und zwar über die Stadtgrenzen hinweg. Zum, Einzugsgebiet zählt die Stadtjugendarbeit schon lange nicht mehr nur die Kinder und Familien der Großen Kreisstadt, sondern auch die aus dem Landkreis und aus angrenzenden Gebieten. "Es ist nicht mehr eine reine Kissinger Veranstaltung. Mindestens die Hälfte der Besucher oder mehr kommen von außerhalb", sagt Organisatorin Karin Reitelbach. Wie viele Menschen sich tatsächlich an den sechs Veranstaltungstagen auf dem Gelände in der Au aufhalten, lässt sich nur schwer schätzen, weil es keinen Eintritt gibt und weil über den Tag verteilt ein stetiges Kommen und Gehen herrscht. Die Stadtjugendarbeit schätzt aber, dass es insgesamt mehr als 10 000 Besucher sind.

Rund 120 Programmpunkte, Spiel- und Mitmachangebote stehen dieses Jahr wieder bereit, von Klassikern wie Sandberg und Hüpfburg, Kinderschminken, Frucht- und Bastelzelt ssowie Zaubervorführungen bis zu Neuerungen wie einer Alpaka-Wanderung, einem Rennsimulator, einem Menschenkicker, einer Seiltanzshow und einer Achterbahnfahrt mit Virtual-Reality-Brille. Motto ist dieses Jahr "Mit Vollgas in die Zukunft". "Wir versuchen jedes Jahr eine Abwechslung reinzubekommen" erklärt sie. Bereits im Dezember beginnt sie mit der Planung, schreibt Partner und Aussteller an, zurrt den Ablauf fest.

Buntes Programm, kleines Budget

Größte Herausforderung dabei: Ein buntes, modernes Programm mit überschaubarem Budget auf die Beine zu stellen. "Wir sind von Jahr zu Jahr gewachsen. Die Leute erwarten von uns auch immer etwas Neues", sagt sie. Dass sich Kommunen vergleichbarer Größe ein Kinderprogramm wie die Zelttheaterwoche leisten, sei selten. Um das Spaßprogramm in dem Umfang zu stemmen, um auf den Eintritt zu verzichten und um die Preise auf dem Gelände familienfreundlich zu halten, ist die Stadtjugendarbeit aber auf die Unterstützung angewiesen. Es braucht Sponsoren, Spenden und viele ehrenamtliche Helfer. Reitelbach: "Wir machen keinen Gewinn. Es soll ein Angebot für die Kinder in Bad Kissingen und Umgebung sein." Auch für die aus Familien mit schmalerem Geldbeutel.

Tobias Schneider (SPD) ist der Stadtratsbeauftragte für den Bereich Jugend. Er lobt die Arbeit der Stadtjugendarbeit und der Ehrenamtlichen. "Die Zelttheaterwoche ist eine Generationenübergreifende Veranstaltung. Aus meiner Sicht ist sie familienpolitisch nicht mehr aus der Stadt wegzudenken", sagt er. Die Zelttheaterwoche und die anderen Ferienangebote der Stadtjugendarbeit zeigen die Familienfreundlichkeit Bad Kissingens.

Verein für Showbühne gesucht

40 bis 50 freiwillige Helfer sind an den Zelttheatertagen in der Au im Einsatz. "Viele nehmen dafür sogar extra Urlaub", sagt Reitelbach. Aber nicht nur viele Helfer sind Jahr für Jahr dabei, sondern auch viele Anbieter und Vereine kommen regelmäßig wieder. Fest zum Helferkreis gehören außerdem die städtischen Beiräte für Familien, für Jugend und für Integration. "Jeder unterstützt jeden. Wir haben eine sehr familiäre Atmosphäre", findet sie.

Die Stadtjugendarbeit hat sich ein gut funktionierendes Unterstützernetzwerk aufgebaut. Über neue Helfer freut sich das Team aber trotzdem. Gesucht wird darüber hinaus ein Verein, der auf der Showbühne aushilft. "Wir haben für Dienstag leider keinen Verein, der dort auftritt. Wer kurzfristig einspringen möchte, kann sich gern melden", sagt Reitelbach. Auf der Bühne sind Mitmachtheater, Tanz- und Musikgruppen und Kampfsportvorführungen zu sehen. Wer die Bühne nutzen oder sich sonst als Helfer bei den Zelttheatertagen engagieren möchte, meldet sich bei der Stadtjugendarbeit unter Tel.: 0971/ 807 1302.

Zelttheaterwoche 2019

Äktschn Zum 23. Mal organisiert die Stadtjugendarbeit die Zelttheaterwoche. Motto ist dieses Jahr "Mit Vollgas in die Zukunft". Von Dienstag, 18. Juni, bis Sonntag, 23. Juni, verwandelt sich die Au am Kissinger Flugplatz wieder in eine bunte Spiel- und Mitmachwiese für Kinder und Familien.