"Ursprünglich habe ich das Lied für Hans Markart als Geburtstagsgeschenk geschrieben", erklärt Willi Kirchner. Markart fährt in der Woche im Sommer mindestens zweimal zum Kreuzberg und legt dabei im Jahr rund 3000 Kilometer zurück. Auch die Alpen hat er schon mit dem Drahtesel überquert. Dabei ist er meist nicht allein unterwegs. Begleitet wird der Oehrberger oft von seinem Sohn Kilian und seinem Cousin Günter Markart.
Kirchner kam wenig später der Gedanke, den Song für mehrere Instrumente zu optimieren und im Studio einzuspielen. "Ich bin von der Rhön begeistert und dort oft unterwegs, auch mit dem Fahrrad", erklärt der Musiker. Diese Liebe hat er wohl von seinem Vater geerbt, der auch leidenschaftlich gern dort wanderte.

Kirchner hat bereits mehrere Soloalben mit Instrumentalstücken eingespielt, er ist als Gitarrist, Sänger und Querflötist bei den Bands "Father and Son" und "Koan Nome" aktiv. Kirchner ist Vollblutmusiker, der zwar nicht hauptberuflich komponiert, aber dennoch einen Großteil seiner Freizeit mit seinen Instrumenten und im Studio verbringt. "Meist übe ich schon morgens vor dem Frühstück. Das muss man auch, wenn man ein gewisses Niveau halten will", erzählt der 50-Jährige, der seit sechs Jahren Gitarre spielt. Inspiriert von Jethro Tull begann er mit 16 Jahren, Querflöte zu erlernen. Heute spielt er außerdem E-Bass, Klavier, Kirchenorgel - natürlich Gitarre - und ist auch für den Gesang zuständig. Sein 16-jähriger Sohn Philipp hat die Liebe zur Musik von Willi Kirchner geerbt: Auch er spielt Gitarre und war beim "Bikersong" mit für den Gesang verantwortlich. Der Dritte im Bunde bei der Aufnahme war Frank Wehner, der mit dem Cajón - einer Kistentrommel - für den richtig Rhythmus sorgte.


Arbeit begann nach der Aufnahme



Nachdem die Aufnahme im hauseigenen Probenraum entstanden war, begann die Arbeit für Willi Kirchner erst richtig. Rund eine Woche war er an den Abenden beschäftigt, die einzelnen Spuren einzuspielen und abzumischen. "Hierbei ist neben einer guten Ausrüstung auch ein geschultes Gehör wichtig", sagt der Musiker. Die "Uraufführung" hatte das Lied bereits. Bei der "Geröder Droohdeseldour" sorgte es bei den Bikern für gute Stimmung. Die Radfahrer um Hans Markart sind vom Lied begeistert.

Willi Kirchner wird auch in Zukunft mit der Musik weitermachen. "Es geht bei mir nicht ohne Instrumente", erklärt der Zahlbacher. Eine neue CD ist in Planung, auf der Instrumental- und Gesangsstücke zu hören sein werden, auch Konzerte sind angedacht.