Werner Fischer und Frank Mersdorf wollen zusammen mit der Gemeinde rechtzeitig die Weichen für eine Sanierung der Mehrzweckhalle stellen. Besonders die Energie werde heute mit anderen Augen gesehen. Dass die Heizung bereits mit der Schulheizung zusammengeschlossen wurde, erklärte Bürgermeister Gotthard Schlereth (FW-CSU) in der Bürgerversammlung. Auch innen sei bereits vieles in Ordnung gebracht worden. Trotzdem, sagte der Bürgermeister, sei es richtig, gemeinsam über den weiteren Ablauf nachzudenken. Die Hallen seien notwendig, da sie auch gesellschaftliche Funktionen erfüllten.
Eine weitere Baustelle wird die Sanierung der Oberen und Unteren Ecke werden. Obwohl die Bürger sich bereits für Asphalt statt Pflaster ausgesprochen hatten, schlug Ortsbeauftragte Barbara Schöner vor, dies noch einmal zusammen mit den Anliegern zu prüfen. Sie plädierte für den Pflasterbelag. Verständlich war für sie aber auch, dass die Anlieger die Kosten zahlen können müssen. Mittlerweile ist das Gasthaus Weinscheune in der Unteren Ecke abgerissen. Dort soll die Kanalisation mit der im Unteren Graben verbunden werden.
Was passiert mit dem Biosphärenreservat Rhön, fragte Diana Witt. "Wir in Oberthulba haben mit der Bereitstellung von Flächen im Bereich der Reither Mühle für die Kernzonen unseren Beitrag geleistet. Doch in vielen Kommunen hapert es noch dabei", sagte der Bürgermeister. Das Biosphärenreservat und die Dachmarke Rhön seien für die Gemeinde an der Nahtstelle zum Saaletal sehr wichtig. "Sie sind Werbung und eine Möglichkeit für die weitere Entwicklung, was unsere funktionierenden Gastwirtschaften ebenfalls benötigen", erklärte Schlereth.
Gefragt wurde auch, ob Oberthulba auch Trinkwasser aus Bad Kissingen (Hochbehälter Wildfuhr) bekommt. Technisch wäre das zwar möglich, doch war es bisher nicht notwendig. Die Anteile der ehemaligen Garitzer Wassergruppe waren nach deren Auflösung im Jahr 2001 auf die Stadt Bad Kissingen und den Markt Oberthulba übergegangen, wie Schlereth erklärte.
Weitere Themen, die in der Bürgerversammlung angesprochen wurden, waren die Behebung eines Straßenschadens in der Ledergasse, der sich auflösende Pflasterbelag vor der Kirche, die Anlandungen an der Thulba im Bereich der Kissinger Straße sowie die Internet-Versorgung im Markt. Zum Letzteren meinte ein Bürger, dass bei einer Investition von etwa 350 000 Euro die Zahl der Anschlüsse etwas gering sei.
Siegfried Gottwald vermisste an der Abzweigung der neu ausgebauten Oberen- beziehungsweise Hinteren Torstraße und der Straße zum Marktplatz einen Spiegel. Die Sicht lasse hier zu wünschen übrig. Wenig Hoffnung machte ihm jedoch der Bürgermeister: "Die Straßenverkehrsbehörde ist der Meinung, da kommt nichts hin. Hier handelt es sich um eine abknickende Vorfahrt."
Zu den wichtigsten Maßnahmen der vergangenen Zeit gehörten in Oberthulba die Generalsanierung der Volksschule und der Ausbau der Staatsstraße durch den Ort. Da jetzt auch die Eigentumsverhältnisse im Grundbuch eingetragen sind, können die Anliegerbeiträge abgerechnet werden.
Der Gebäudeabriss in der Unteren Ecke kostete 20 500 Euro. Außerdem erwähnte der Bürgermeister den Umbau des Rathauses. Dafür wurden bisher knapp 200 000 Euro investiert. Für den Umbau des Tiefzonenbehälters an der Mehrzweckhalle wurden in den vergangenen beiden Jahren ebenfalls knapp 200 000 Euro ausgegeben. Über den Behälter bekommen der TSV und der Tennisverein Wasser für die Spielplätze. Das aus der Grabenbrunnenquelle stammende Wasser ist günstiger, da es nicht über die teure Aufbereitungsanlage laufen muss. Der Behälter wird künftig auch für den Feuerschutz benötigt.
Mit Maßnahmen am Spielplatz, der Verbesserung des Radweges Oberthulba-Reith und verschiedenen Straßenbaumaßnahmen wurden in den vergangenen beiden Jahren etwa 580 000 Euro in Oberthulba investiert.