Zwei Dutzend Wernarzer und Bürger des Staatsbades kamen zur Bürgerversammlung für die beiden Ortsteile. Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) zählte zunächst die Erfolge des vergangenen Jahres auf. So wurde unter anderem der Schandfleck des ehemaligen Parkkurheims vom neuen Besitzer in eine begrünte Freifläche umgewandelt. Der Bauhof besserte die schadhafte Sinnbrücke mit einem Kostenaufwand von rund 11.000 Euro aus. Im Verlauf des Jahres soll noch der Holzbohlenbelag und das Holzgeländer überarbeitet werden.

Bereits 2012 sollte der Gehsteig zwischen dem Straßfeld und Wernarz saniert werden. Das wird nun heuer nachgeholt. Das schadhafte Pflaster wird gegen eine Schwarzschicht ausgetauscht, später soll auch der Zustand des Gehsteiges innerhalb von Wernarz überprüft werden. Außerdem bringt der Bauhof noch in diesem Jahr das dringend benötigte Vordach über dem Eingang des Kindergartens an. Auf 2014 terminiert ist die Erneuerung der Straßenlampen im Staatsbad.

Bürger äußerten viele Anliegen

Ein Bürger wollte eine bessere Internetanbindung in Wernarz. Doch Anton Kiefer, Geschäftsleiter der Stadtverwaltung, widersprach: Wernarz sei durch Telekom und Kabel Deutschland ausreichend versorgt. Lediglich in Einzelfällen liege die Versorgung unter dem Durchschnitt des Stadtgebiets.

Adolf Heinz sprach den Zustand des Heiligenhäuschens im Straßfeld an. Das kleine Bauwerk von 1675 - es steht auf städtischem Grund und wurde seinerzeit von einem Wernarzer Bürger gestiftet - wird von Heinz und weiteren Wernarzer Bürgern ehrenamtlich gepflegt. Jedoch machen die im Bereich des Areals wachsenden, haushohen Nadelhölzer die Pflege immer schwerer.

Die beiden Zypressen und die Fichte sollten möglichst gefällt werden und durch dem Ensemble entsprechende Neuanpflanzungen ersetzt werden. Die Maßnahme erscheint notwendig, da sich beide Zypressen durch Winddruck Richtung Heiligenhäuschen neigen und Windbruch das Bauwerk gefährden würde. Eine der Zypressen ist darüber hinaus durch einen Blitzschlag geschädigt.

Heinz machte auch auf die Tatsache aufmerksam, dass die durch zwei Wernarzer Bürger seit langen Jahren durchgeführte Pflege und Wartung der Parkbänke im Umfeld durch Alter und Tod nicht mehr gewährleistet ist. "Die drei Bänke in meinem Umfeld pflege ich noch so lange, wie ich körperlich kann. Und dann?". Hier wird nun wohl der bisher durch das ehrenamtliche Wirken entlastete Bauhof gefordert sein.

Schließzeiten der Kindergärten sind "Schrott"

Erwin Muth sprach als Anlieger den Zustand des Holzzauns an der Dorflinde an. Die Ausbesserung durch den Bauhof ist nach Auskunft von Anton Kiefer jedoch bereits veranlasst.

Hermann Henkel, der regelmäßig sein Enkelkind vom Kindergarten abholt, bezeichnete die Schließungsregelung in den städtischen Kindergärten, aktuell in der Faschingszeit, als "Schrott". Brigitte Meyerdierks versuchte, den Vorwurf zu entkräften. So sprechen sich die Kindergärten gemeinsam über die Öffnungszeiten ab und binden in diese Entscheidung auch die Eltern mit ein. Der Versuch von Feriengruppen wurde in der Vergangenheit wegen zu geringer Teilnahme und der dadurch entstehenden hohen Personalkosten wieder eingestellt. "Unser System ist gut eingefahren, da ändere ich nichts dran", lautete Meyerdierks Schlusswort zu dieser Diskussion.

Ein immer wieder kehrendes Thema ist die Entwässerung der Wege und Bahntrasse im Bereich Straßfeld in Richtung Dreistelz. Hier erschien Anliegern eine verstärkte Wartung der Kanaleinläufe dringend erforderlich zu sein. Die Bürgermeisterin sagte zu, das Anliegen an den Bauhof weiterzugeben, der für solche Arbeiten zuständig ist.