Klettern, schwitzen, balancieren. 70 Schüler der Saaletal Schulen Bad Kissingen und Hammelburg tobten sich bei den Waldjugendspielen im Wildpark Klaushof ordentlich aus. Fünf verschiedene Stationen warteten bei dem Walderlebnistag auf sie. Es galt beispielsweise einen reißenden Bach zu überwinden. Dabei wurde ein Seil von einer Gruppe gespannt, damit ein Kind daran auf die andere Seite klettern konnte. Dort angekommen gab es zur Belohnung einen Schatz in Form von Gummibärchen.


Teamarbeit lernen

Die Kinder wurden zu Beginn in vier Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe bekam einen Mitarbeiter des Klaushofes als Waldpaten zugeteilt. An den jeweiligen Stationen wurden den Schülern Geschicklichkeit, Kraft und Teamfähigkeit abverlangt. "Der Gemeinschaftssinn soll im Vordergrund stehen", sagt Forstoberrat Bernhard Zürner.


Aufgaben der Försters erklären

An einer Station mussten die Schüler beispielsweise einen schmalen Steg überwinden. Sie waren in zwei Indianerstämme eingeteilt, die sich jeweils auf einer Seite des Steges befanden. Der Stamm der Apachen sollte mit dem der Sioux Handel treiben. Dazu betrat jeweils ein Mitglied des Stammes den Steg. Die Indianer gaben sich gegenseitig Halt und konnten so den Steg erfolgreich überqueren. Dies wurde natürlich mit lautem Siegesgeheul gefeiert.
Zürner hat mit Axel Maunz von der Tierparkverwaltung den Waldjugendtag organisiert. Den Kindern sollen dabei auch die Aufgaben eines Försters nahegebracht werden, unter anderem wie man nachhaltig forstet. Außerdem gingen die Experten intensiv auf die Tiere im Wildpark ein. "Die junge Generation soll Tiere nicht nur am Bildschirm sehen, sondern auch erleben", sagt Maunz. Nur so könne eine emotionale Bindung zu den Tieren hergestellt werden und eine Begeisterung entfacht werden.


Fazit ist positiv

Jede Gruppe erhielt als Andenken einen aus Holz geschnitzten Pokal in Form eines Tannenbaumes. Das Fazit der Lehrer fiel durchweg positiv aus. Sie lobten die gute Aufarbeitung der Themen und die Gestaltung. Auch dass die Mitarbeiter des Klaushofes pädagogisch gut auf die Kinder eingegangen sind, wurde hervorgehoben. Es spreche vieles dafür, die Veranstaltung regelmäßig zu organisieren, "denn es kommt bei den Leuten gut an", freut sich Zürner.