Wie die der Heiligenfeld GmbH nahe stehende Stiftung Bewusstseinswissenschaften als Initiator und Betreiber des Waldes für die Seele mitteilt, wurde dieser am 30. September 2019 von den Vereinten Nationen als offizielles Projekt der "UN-Dekade Biologische Vielfalt" ausgezeichnet. Die Staatengemeinschaft will mit Letzterer alle Menschen auffordern, sich für die Vielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt sowie der Lebensräume einzusetzen. Damit nicht genug: Der Wald für die Seele steht noch bis 31. Januar zur Wahl als "UN-Dekade-Projekt des Monats Januar 2020".

Ein Titel, dem Heiligenfeld-Pressereferent Kai Fraass zufolge "ein sehr hoher Stellenwert" beigemessen würde, vor allem wegen seiner weltweiten Geltung. "Gerade in der heutigen Zeit, in der die Erhaltung der Natur auch im Zuge von Fridays for future in den Blickpunkt gerückt ist, ist die Erhaltung eines Stücks Wald im Sinne der Biodiversität wichtig."

Der Wald für die Seele als Naturerlebnisort könne damit punkten, dass die Menschen in Zeiten großer Hektik dort in sich gehen, Ruhe finden und abschalten würden, so Fraass. In der Projektbeschreibung heißt es weiter: "Bereiche des Waldes werden hier in seiner biologischen Vielfalt so gestaltet, dass sie unterschiedliche Erfahrungen unserer Seele anregen. Es handelt sich um ein Projekt im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung, das sich voll auf der Linie psychosozialer Gesundheitsförderung befindet." Es bestünden Pflanzen- und Landschaftskunstwerke zu unterschiedlichen Themen des Lebens, wie Kindheit und Jugend, Lebensbilanz, Alter und Sterben, Religiosität, Gesundheit, Krankheit und Liebe.

Momentan steht der Wald für die Seele im Ranking nur auf Platz vier. Den Spitzenplatz ziert das Bonner Biodiversitäts-Mobil (BoBi). Das BoBi ist "ein Fahrradanhänger, auf dem sämtliches Material zur Errichtung einer mobilen Forschungsstation im Gelände verstaut ist: Neben einem Zelt, einem Tisch und Stühlen sind Kescher, Lupen, Binokulare, Bestimmungsliteratur und weiteres Material vorhanden, um die Fauna und Flora vor Ort zu erforschen - ohne, dass Tiere und Pflanzen zu Schaden kommen", heißt es in der Projektbeschreibung. Das Mobil mache "geführte (Tages-)Expeditionen in unwegsames Gelände für Jugendliche und junge Erwachsene in der Großstadt und ihrem Umfeld möglich".

Bei Projektplatz zwei geht es um die überregionale Suche nach Großkäfern, speziell dem Hirsch- und dem Nashornkäfer, initiiert durch den Verein Hirschkäferfreunde-Nature two. Der Hirschkäfer fungiert als Leitfigur für die biologische Vielfalt im weiteren Sinne. Menschen sollen motiviert werden, "sich mit ihrer Umwelt zu beschäftigen, den Blick für das Verborgene zu schärfen und dieses Wert zu schätzen".

Auf den dritten Platz rangiert das Projekt "Bergische Hotspots der Biodiversität" des NABU Rhein Berg e.V. Im eher artenarmen Bergischen Land würden "klassische Streuobstwiesen mit hochstämmigen, meist altem Obstbaumbestand mit über 500 Tier- und Pflanzenarten wahre Hotspots der Artenvielfalt" darstellen. Die meisten dieser Wiesen seien in den vergangenen Jahrzehnten verschwunden oder monokulturellen Spalier-Obstplantagen gewichen. Die Pflege dieser Kulturlandschaften leiste einen wichtigen Beitrag zu Erhalt und Wiederherstellung der Biodiversität im Bergischen Land.

" Bis zum Ende des Monats haben alle Unterstützer die Möglichkeit, den Wald für die Seele - als Projekt der Stiftung Bewusstseinswissenschaften - mit ihrer Stimme online zu unterstützen", schreibt die Stiftung Bewusstseinswissenschaften in ihrer Pressemitteilung. Sollte der Wald für die Seele zum Januar-Gewinner werden, kommt er in die Auswahl für das Projekt des Jahres. Das Preisgeld dafür beträgt 1000 Euro. Hier geht es zur Abstimmung.

www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/projekt-des-monats-waehlen/