In der Ortsmitte von Bad Bocklet hat ein Baggerfahrer seine Arbeit aufgenommen. Er reißt mit schwerem Gerät eine Scheune im "Skulpturengarten" ab. Denn auf dem Grundstück soll ein Netto-Markt entstehen. Viele Ideen hatten die Gemeinde und Bürgermeister Wolfgang Back (CSU) für dieses Grundstück gehabt. Unter anderem war einst ein Hotel angedacht gewesen. Als das nicht geklappt hatte, suchte das Ortsoberhaupt nach einer neuen Lösung, das Areal wiederzubeleben.

Er spricht im Rückblick von langwierigen und schwierigen Verhandlungen, die sich über zwei Jahre hingezogen hätten. Mit dem Verkauf des Grundstücks vom Freistaat Bayern an die Firma Ratisbona war eine Lösung möglich geworden. Ratisbona wird den Discounter nun für die Firma Netto bauen.

Zunächst hatte auf dem Gelände ein Glas- und Gärtnerhaus abgebaut werden müssen. Schließlich folge der Abriss der Scheune. "Jetzt ist davon nur noch der Keller übrig", sagte Bürgermeister Back. Mit Blick auf weitere Restarbeiten ergänzte er: "In zwei bis drei Tagen soll das alles erledigt sein."

Mit dem Bauantrag hatte sich der Marktgemeinderat Mitte September befasst. Die Pläne liegen nun dem Landratsamt zur Genehmigung vor. Die Räte hatten vor der Befürwortung noch über Lage, Lärmschutz und Beleuchtung des Areals diskutiert. Letztlich erhoffen sie sich von dem Bau des Discounters eine Verbesserung der Infrastruktur. Back spricht in diesem Zusammenhang von einem möglichen "positiven Schub für die künftige Entwicklung" des gesamten Ortes. Der Baubeginn des Marktes ist noch für 2012 geplant, ergänzt der Bürgermeister. Zumindest die Bodenplatte soll noch in diesem Jahr entstehen. "Der Netto-Markt könnte bis zum Beginn des Kurbetriebs 2013 eröffnen, wenn alles klappt, wie geplant", ist Back überzeugt. Dann müssten die Arbeiten bis Ende März abgeschlossen sein.