"Der Brandschutz ist ein laufendes Projekt", sagt Kurdirektorin Andrea Schallenkammer. Regelmäßig müsse die Technik auf den neuesten Stand gebracht werden, Modernisierungen werden immer wieder nötig. "Wenn sich die Chance bei Bauarbeiten ergibt, wird auch der Brandschutz angegangen", führt sie weiter aus. Im Fall des Staatsbades laufe das Brandschutzkonzept im Prinzip be reits seit 2005.

Modernisierung zieht sich bis 2019 hin

"Die notwendigen Sofortmaßnahmen sind erledigt", er läutert Erwin Full vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt. Zum Beispiel am Elisabethenhof sind sie bereits sichtbar. Silbern in der Sonne glänzend sind Feuertreppen an der Fassade eingelassen. Sie stehen den Bewohnern im Notfall als Fluchtwege zur Verfügung. Außer im Elisabethenhof wurden zudem in der Villa Schwan, im Bad Hotel und im Spa-Flügel des Dorint die wesentlichsten Arbeiten ausgeführt. "Jetzt geht es in Abstimmung mit der Kurverwaltung an die weitere Umsetzung des Brandschutzkonzeptes", berichtet der Bäderbeauftragte des Bauamtes.

Eben dafür stellt der Freistaat voraussichtlich um die vier Millionen Euro verteilt auf mehrere Jahre bis 2018 oder 2019 in den Haushalt der Kurverwaltung ein. "Die Modernisierungsarbeiten werden dann peu à peu ausgeführt", sagt der Beamte. Betroffen seien alle Gebäude im Staatsbad, die zum Eigentum des Freistaates gehören. Ausnahmen seien das Parkhaus und die Remise sowie der Elisabethenhof, da diese erst unlängst neu gebaut beziehungsweise sa niert wurden. Wie er mitteilt, wird das Fahrradmuseum bei den Investitionen nicht berücksichtigt, weil es sich in Privat besitz befindet.

Arbeiten beginnen vermutlich am Bellevue

Es handle sich nicht um eine große Baumaßnahme, sondern um viele einzelne, die sich zu einem Gesamtkonzept summieren. Alte Brandmeldeanlagen werden ersetzt, Lüftungssysteme und Stromverteiler erneuert und Brandschutztüren neu in stalliert. "Finanziell sind die größten Brocken natürlich die größten Häuser", erläutert Full. Hier werden die meisten Einzelarbeiten anfallen.

"Wenn Gebäude normal genutzt werden, werden selbstständig Sachen nachinstalliert", merkt er an. Zum Beispiel kön nen Decken und Wände aus brandschutztechnischer Sicht Schwachstellen aufweisen, wenn an ihnen Ausbesserungen - etwa nach ei nem Wasserschaden - vorgenommen wurden. Die ent standenen Schwachstellen müssen von Zeit zu Zeit beseitigt und der Brandschutz wieder auf den aktuellen Standard gebracht werden.
Baubeginn wird laut Full im Laufe des nächsten Jahres sein. Der genaue Termin stehe noch nicht fest. Laut Kurdirektorin Andrea Schallenkammer würde sich für den Startschuss gut das Haus Bellevue eignen, weil dort ein Pächterwechsel an und das Haus einige Zeit leer steht. "Ein leeres Ge bäude bietet sich an", sagt sie.

Teil der Generalsanierung des Bad Kissinger Luitpoldbades

Full weiß um die Herausforderungen, mit denen das Projekt im Brückenauer Staasbad kon frontiert wird. "Ich gehe von einer ganz diffizilen Abwicklung aus", erwartet er. Eine Schwierigkeit liege darin, dass viel Kleinkram anfalle und viele Hausbenutzer betroffen seien. Gleichzeitig wolle man den laufenden Betrieb im Staatsbad möglichst wenig stören.
Die Investitionen in Bad Brückenau wurden gemeinsam mit der 22,5 Millionen Euro teuren Generalsanierung des Bad Kis singer Luitpoldbades Ende Juli ausgeschrieben und haben deshalb einen gemeinsamen Projektsteurer. "Der Planerstab tritt in Kürze zusammen", teilt der Verantwortliche des Staatlichen Bauamtes mit.