Denn bei Günther Felbinger (Gemünden) und Bernhard Pohl (Kaufbeuren) sind die Klagen von Geschäftsführer Steffen Hörtler über die Kurtaxe für ehrenamtliche Jugendbetreuer nicht ungehört verhallt. Felbinger und der stellvertretende FW-Fraktionsvorsitzende Pohl sagten, sie wollten "da Bewegung rein bringen" und der Sache "auf den Grund gehen".
Bei den Plänen, das "Heiligenhof"-Haupthaus zu sanieren und auszubauen, sei der Freistaat gefordert. Die Maßnahme würden sie "selbstverständlich flankierend unterstützten". Felbinger nannte die Bildungsstätte eine "ganz bedeutende und wichtige Einrichtung".
Gerade die deutsch-tschechischen Beziehungen seien "ein großes Zukunftsthema". Hier seien die Zeichen noch nie so günstig gestanden wie jetzt. Dazu habe der "Heiligenhof" ein "gerüttelt Maß beigetragen."
Auf den "Heiligenhof" aufmerksam geworden waren die Freien Wähler durch einen Antrag der Landtagsgrünen. Die hatten die Staatsregierung aufgefordert, das Bildungszentrum nur noch dann finanziell zu unterstützen, wenn sich die Verantwortlichen "ausdrücklich" dazu verpflichteten, künftig Referenten, die rechtsextremistisch aufgefallen sind, von Veranstaltungen auszuschließen.
Der "Heiligenhof" war ins Gerede gekommen, weil dort - laut Steffen Hörtler ohne seine Kenntnis - rechtsextreme Referenten hatten auftreten dürfen.
Der Jurist Pohl stammt aus Werneck, hat in München studiert und lebt in Kaufbeuren. Er ist unter anderem verkehrs- und finanzpolitischer Sprecher der Freien-Wähler-Fraktion. Felbinger kümmert sich auch um den Landkreis Bad Kissingen. ed