Groß war die Freude der Mitglieder der Königlich-privilegierten Schützengesellschaft, als sie bei der traditionellen Mannschaftssitzung nach Saisonende die abgeschlossenen Umbaumaßnahmen besichtigen konnten. Dazu begrüßte der 1. Schützenmeister Klaus Brückner nicht nur etliche Mitglieder, sondern auch die Sponsoren, die sich an den Gesamtkosten in Höhe von 35 000 Euro beteiligt hatten. Dieser Betrag floss insbesondere in die Installierung einer elektronischen Schießanlage ein, das Schießen mit Munition erübrigt sich so, was vor allem den großen Vorteil hat, "dass unsere Jugendlichen mit dem Schießsport nicht warten müssen, bis sie zehn Jahre alt sind", so Sportleiter Rainer Henneberger. Auch für Schützen mit Handicap, zum Beispiel Rollstuhlfahrer, stellt die neue Anlage ein Optimum dar, da nun das früher umständliche Verlassen des Rollstuhles zum Herbeikurbeln der Schießscheiben unnötig wird. Die Anlage erhöht zudem die Zuschauerfreundlichkeit, weil eine direkte Übertragung der Schießergebnisse sofort in den separaten Gastraum via Bildschirm ermöglicht wird. "Das war technisch nicht einfach zu bewältigen", führte Klaus Brückner aus, "doch die Fachleute Reiner Walch, der nicht einmal Mitglied der Gesellschaft ist, unser 2. Schützenmeister Roland Dömling und unsere Allzweckwaffe Rainer Henneberger haben da ganze Arbeit geleistet".


320 Arbeitsstunden geleistet

Ganze Arbeit geleistet haben aber auch viele Andere, 29 Helfer erbrachten 320 Arbeitsstunden, "da hat man erlebt, dass wir eine Schützenfamilie sind", zeigte sich Brückner dankbar. Dieser hob auch die Zuschüsse der beiden örtlichen Banken hervor und wollte den Beitrag der Stadt in Höhe von 10 Prozent der Bausumme nicht verschweigen. Darauf ging auch der 2. Bürgermeister Andreas Trägner ein, "das Geld ist sichtlich gut angelegt, wird sicher die wichtige Nachwuchsarbeit fördern und soll auch die gesellschaftliche Bedeutung der Schützengesellschaft im Stadtgebiet hervorheben". Ganz angetan von der neuen Schießanlage war auch Ehrenschützenmeister Walter Köth, "von einer solchen Anlage träumen andere Gesellschaften, wir können auf das Geleistete stolz sein, der Umbau wird auch die sportlichen Erfolge, die sowieso schon groß sind, noch einmal verbessern".
In dieser Hinsicht ist sich der Bogenreferent Karl-Heinz Dallner absolut sicher, "durch den Umbau können wir jetzt im Winter im Schützenhaus auf einer Entfernung von 18 Meter trainieren, bislang standen wir bei Minustemperaturen auf der Bogenanlage, da war es kalt, rutschig und windig, was zu Trainingsausfällen führte". Der Umbau war aber nicht das einzig Erfreuliche des Abends, auch die Berichte der Sportleiter waren von Erfolgsberichten geprägt. In den Luftgewehrkämpfen belegten alle Teams vordere Plätze, herausragend war das Ergebnis von Ulrike Aberer in der Bezirksmannschaft sowie von Georg Köth (B2).


Erfolgsgeschichten

Im Luftpistolenwettkampf war der Erfolg von Elmar Markert, der Platz Eins im Gau belegte, überragend, was in der Altersklasse 2 auch Roland Dömling gelang. Der Zwischenbericht von den Bogenschützen, deren Saison noch läuft, war ebenfalls eine einzige Erfolgsstory, die Aktivenmannschaft steht nach sieben Runden ungeschlagen kurz vor dem Aufstieg, die Schüler im gesicherten Mittelfeld. Auf Gau-Ebene sicherte sich bei den Senioren Karl-Heinz Dallner die Meisterschaft, "der Vater unserer Bogenschützen" (Brückner) durfte aber ganz stolz auf die überregionalen Erfolge seines Schützlings Adrian Bier verweisen. Dieser schaffte es über die Bezirks- und Bayerische Meisterschaft bis zur Deutschen Meisterschaft in Hof und belegte dort mit persönlichem Rekord den ausgezeichneten 7. Platz (Bericht im Sportteil folgt). Um die Zukunft der Schützengesellschaft müssen die Verantwortlichgen jedenfalls nicht bange sein angesichts der vielen jungen Schützen, die die Veranstaltung belebten.