Wo Ferien machen, wenn man kein Gluten verträgt? Einfach Glutenunver träglichkeit und Urlaub in die Suchmaschine eingeben - und schon erscheint Bad Kissingen auf dem Schirm. Nein, so weit ist es noch nicht, aber die Projektgruppe Gesundheit im Touristischen Leitbild arbeitet daran. Sie entwickelt spezielle Angebote und macht Vorschläge für die Vermarktung.

"Gesundheitstourismus wird immer wichtiger für Bad Kissingen", ist sich Toni Hauck, seit Anfang 2012 Projektgruppenleiter, sicher. "Wir müssen den Schatz heben, der da ist." Dieser Schatz ist die Masse medizinischer Kompetenz, die erfasst und gebündelt werden muss.

Unglaubliche Bandbreite

Medizinische Kompetenz findet sich für Hauck und die Projektgruppe nicht nur in Arztpraxen und Kliniken, auch Apotheken und Institutionen bis hin zur Klinikseelsorge zählen mit dazu. "Unglaublich, was hier aktiv ist", sagt der Projektgruppenleiter.

Gluten-Unverträglichkeit ist nur ein Beispiel. Es gibt zahlreiche Felder, die beackert werden können. Dazu zählen die Bereiche Psychosomatik/Stressabbau, auch in Verbindung mit der Schönheit des Umfelds, Prävention, Allergien und Altersmedizin.

Um beim Beispiel Unverträglichkeit zu bleiben. Hier findet sich Kompetenz auch in jenen Geschäften und Supermärkten, die glutenfreie Produkte anbieten, in Restaurants und Cafés, die glutenfreie Gerichte auf der Karte haben.

Mit all dieser gebündelten Kompetenz lassen sich Touristik-Pakete mit Alleinstellungsmerkmal schnüren, die für bestimmte Gästegruppen interessant sind.

Alle müssen mitspielen

Diese Angebote unter das Volk zu bringen, das kann die Projektgruppe natürlich nicht alleine leisten, engagieren sich die Mitglieder doch ehrenamtlich. "Wichtig ist, dass Staatsbad GmbH und Stadt mit im Boot sitzen", fordert Hauck. Aber auch Hotellerie, Kliniken, Gastronomie, Geschäftswelt und die Bürger müssen mitspielen
Mit dem Weggang des ehemaligen Kurdirektors und Projektgruppen-Mitglieds Gunter Sauer hängt die Arbeit der Gruppe etwas, musste die eine oder andere Entscheidung vertragt werden. Mit dem Amtsantritt von Sauers Nachfolger Frank Oette hoffen Hauck und seine Helfer, wieder etwas zügiger entscheiden zu können.

Ziel ist es, die speziellen Angebote im Bereich Gesundheitstouristik in der Kissingen-Information zu offerieren. Ziel ist aber auch die Positionierung im Internet. Damit der potenzielle Urlauber per Mausklick sofort erfährt, wo er mit seinen Problemen gut aufgehoben ist.

Die Projektgruppe Gesundheit hat jedoch noch mehr im Blick: Zum Beispiel die ortsgebundenen Kurmittel. Denn die gibt es nur in Bad Kissingen. In diesem Bereich arbeitet sie zum Beispiel eng mit der Projektgruppe Wasser zusammen. Angedacht ist auch eine Weiterbildungen von Medizinern zu Badeärzten.

Im Netzwerk

Dass die Projektgruppe Gesundheit bereits Erfolge aufzuweisen hat, belegt die Zugehörigkeit Bad Kissingens zum Gesunde Städte Netzwerk. Angeregt zu Zeiten, als Dr. Joachim Galuska noch die Gruppe leitete. Laut Beschluss des Stadtrates gehört Bad Kissingen inzwischen zu diesem Netzwerk.#



Das Touristische Leitbild

Gemeinsamkeit Das Touristische Leitbild wird in Zusammenwirken von Stadt, Staatsbad GmbH und Kurverein in Arbeitsgruppen verwirklicht. Folgende Arbeitsgruppen wurden gegründet: Innenmarketing und Qualität, Inszenierung von Wasser und Natur, Gesundheit, Entwicklung der Innenstadt und Tourismusorganisation.

Fortschritt Eines der großen Ziele ist es, dass alle Institutionen, Anbieter und auch die Bürger an einem Strang ziehen, um Bad Kissingen als Kur- und Fremdenverkehrsort für die Zukunft zu rüsten. Unter anderem geht es darum, neue Ideen und Konzepte für Bad Kissingen zu entwickeln und diese sowohl nach außen als auch nach innen zu kommunizieren, um die Stadt fit für die Zukunft zu machen.