Große Erfolge feierte die Theatergruppe des Gesangvereins an zwei Wochenenden in Haard mit der lustigen Komödie in drei Akten "Immer diese Schwiegermütter". Das Stück stammt aus der Feder von Autorin Beate Irmisch und wurde unter der Regie von Christa Alberth einstudiert.

Überall geparkte Autos, von allen Seiten strömten die Leute in die Haarder Schulturnhalle. Etwa 200 Zuschauer saßen kurz darauf dicht gedrängt in der Halle und warteten gespannt darauf, dass ich der Bühnenvorhang öffnete. Seit einigen Wochen probten die Laienschauspieler, sechs Frauen und vier Männer ihre Rollen, die sie nahezu professionell beherrschten. Das Bühnenbild, ein Wohnzimmer ist stilvoll eingerichtet, aber unordentlich. Das Hausmädchen Frieda Grollinger (Anita Hillenbrand) liegt bequem auf dem Sofa. Das Telefon klingelt, Mutter Hoppenstett kündigt an, dass sie einen Tag früher zur Feier kommt.

Der lustige Schwank in drei Akten handelt von der Verlobung der einzigen Tochter Emma (Petra Arnold), die sich den berühmten Tenor Gernot von Zitzewitz (Dieter Heim) geangelt hat. Ein Traum ist somit für Mutter Walli Hoppenstett (Christa Alberth) in Erfüllung gegangen. Leider hat Emma ihr verheimlicht, dass ihr Zukünftiger gut und gerne 25 Jahre älter ist und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Denn da kommt Sohn Gernötchen von Zitzewitz (Heiko Krakofsky) seinem Vater in die Quere. Verwechslungen und Verdächtigungen im Minutentakt und mittendrin Tante Käthe Brandlinger (Rita Nöth) und Onkel Blasius (Reiner Hillenbrand), die ihren Teil dazu beitragen, dass es im Hause Zitzewitz zugeht wie bei Hempels unterm Sofa.

Gernots Mutter, Marliese von Zitzewitz kann nicht verstehen, dass sich ihr Bub noch mit 50 verloben will. Turbulent wird die Szene als die temperamentvolle Marikka Rück (Ulrike Kiesel) - die Schauspielerin mit dem großen Hut - auftaucht, die, wie sich herausstellt, bereits mit Gernötchen verlobt ist. Der stotternde Hausmeister Emil Krause (Peter Hillenbrand) kommt immer zur ungünstigsten Zeit und hat durch seinen Sprachfehler die Lacher auf seiner Seite. Am Ende ist alles wieder im Lot. Tosender Schlussbeifall war der Lohn für die schauspielerische Leistung der Laienspieler.