1923 in Karlburg bei Karlstadt geboren, wuchs er zusammen mit sieben Geschwistern auf. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Würzburg musste er in den Zweiten Weltkrieg ziehen und befand sich bis 1947 in französischer Kriegsgefangenschaft. Danach begann er in Würzburg das Studium für Latein, Griechisch und Geschichte an der Universität.

1950 wurde er Referendar in Würzburg und kam ein Jahr später nach Münnerstadt ans Gymnasium, an dem er mehr als drei Jahrzehnte lang unterrichtete. Die letzten Jahre seiner Tätigkeit war er bis Juli 1985 ständiger Stellvertreter des Schulleiters. Münnerstadt wurde ihm zu seiner zweiten Heimat, was seine vielfältige Arbeit in verschiedenen Vereinen und Gremien belegt. Seit 1950 ist er Mitglied in der Liedertafel, davon war er 40 Jahre aktiv. Mit seiner Stimme unterstützte er jahrelang den Kirchenchor in der Pfarrei St. Maria Magdalena.

Stadt- und Kirchenführer

Besonders lag ihm die Wiederherstellung des Riemenschneideraltars am Herzen, denn viele Jahre war er Vorsitzender des Freundeskreises, der sich gemeinsam mit der Pfarrgemeinde dafür einsetzte, dass der Altar in seiner jetzigen Form wieder hergestellt und aufgebaut wurde. Außerdem war er der erste Pfarrgemeinderatsvorsitzende bei der Einführung des Pfarrgemeinderats nach dem 2. Vatikanischen Konzil. Wie sehr ihm Münnerstadt ans Herz gewachsen ist, zeigt sich vor allem darin, dass er ab 1978 unzählige Besucher als Stadt- und Kirchenführer durch das Lauerstädtchen führte und mit seinem Geschichtswissen bis vor zwei Jahren beeindrucken konnte. Seinen Geburtstag kann der Jubilar nur im engsten Familienkreis feiern, da er sich von einer schweren Krankheit erholen muss. Neben seiner Frau gratulieren ihm drei Kinder mit ihren Familien, sechs Enkel und drei Urenkel. mkü