Grund für den Stromausfall war ein Kabelschaden auf einer 20 kV-Leitung in der Nähe des Heiligenhofes, etwa 150 Meter von der Transformatorenstation entfernt. Das entsprechende Kabel dient unter anderem zur Stromversorgung des Stadtteiles Garitz, sagte Mäutner. Betroffen vom Stromausfall waren vor allem die Gebiete um die Berufsschule, Seehofstraße und Ziegelweg. Die Baptist-Hofmann-Straße war nicht betroffen, auch nicht das Gewerbegebiet. "Gespürt" hat man den Stromausfall aber auch in anderen Bereichen der Stadt. Erkennbar war dies an einem Lichtflackern, Computer gingen schon mal aus, im Rathaus wurde es bei einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses kurzzeitig dunkel und der Beamer im Sitzungssaal verabschiedete sich mit kaputter Lampe.

Ursache für den Stromausfall sei ein "Erdschluss" gewesen, sagte Hans Joachim Mäutner. Ein "Erdschluss" entsteht bei der Verbindung eines Außenleiters oder eines isolierten Nulleiters mit der Erde oder mit geerdeten Teilen. Es ist also immer dann ein Erdschluss, wenn ein Leiter oder ein unter Spannung stehendes Teil Kontakt zum Schutzleiter, direkt zur Erde oder zu einem geerdeten Gehäuse hat. Ein Beispiel für einen Erdschluss wäre eine auf den Boden herunterhängende Hochspannungsleitung oder ein gebrochener Leiter, der in einem Betriebsmittel der Schutzklasse I das Gehäuse berührt.

Im speziellen Fall war eine Kabelisolierung defekt. Aus diesem Grund konnte Feuchtigkeit eindringen. Der Schaden wurde gestern behoben.