Das Team um Andreas Lampert hat geackert bis zur letzten Minute, dass der Stadtstrand fertig wird. Stets beäugt von neugierigen Zuschauern auf der Ludwigsbrücke. Und da waren die Meinungen durchaus geteilt über das, was da an der Fränkischen Saale, im Herzen der Kurstadt, entstanden ist. "So Zelte verbau'n den Blick auf den Regentenbau", meckerten die einen oder kritisieren, dass die Bögen der Ludwigsbrücke zugemacht wurden. Andere, unter ihnen die Kissinger Mitdreißigerinnen Babett und Jacqueline, sind "total begeistert, dass was für junge Leute, aber nicht nur für die, gemacht wird."

Dass sich am Stadtstrand die Geister scheiden könnten, hat auch Oberbürgermeister Kay Blankenburg erlebt. Aber er vermutet: "Als vor 102 Jahren mit dem Bau des Regentenbaus begonnen wurde, haben bestimmt auch viele hier am Saaleufer gestanden und gesagt, sowas brauchen wird nicht." Er meint, dass man sich verändern muss, wenn man auf der Höhe der Zeit bleiben und sich weiter entwickeln will, und das gelte auch für Bad Kissingen. Daher ist überzeugt, dass der Stadtstrand ein neuer Anziehngspunkt für Bad Kissingen werden wird.
Andreas Lampert sagt, er habe mit Petrus gesprochen und sei guter Dinge. Er, der seit Jahren in Bad Neustadt die adventliche Eisbahn betreibt, hat für den Stadtstrand 300 Tonnen Sand vom Main ankarren lassen. In 180 Quadratmetern Lounge-Pagodenzelten gibt es Sitzplätze, Gas tronomie und Bar, auf 400 Quadratmetern im Freien Bestuhlung und auf 450 sandbedeckten Quadratmetern Liegestühle. Lampert will dafür sorgen, dass sich "Chillout Musik" abwechselt mit Themen abenden und Live-Musik von der leiseren Sorte. Daher ist sich Blankenburg sicher, dass die "friedliche Koexistenz mit dem Regentenbau auch während des Kissinger Sommers" kein Problem wird. Problem ist im Moment nur, dass das Wetter nicht recht passt.