"Der Großgemeinde-Feuerwehrtag fördert den Zusammenhalt untereinander in den Wehren der Oerlenbacher Gemeindeteile. Gleichzeitig pflegt er die Kameradschaft innerhalb der Wehren und bietet die Gelegenheit, aktive Feuerwehrfrauen und -männer für ihren langjährigen aktiven Dienst zu ehren". Was Stefan Karch als Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Eltingshausen beschreibt, ist ein kleiner Teil des Dankes, den man in einer schnelllebigen Zeit den ehrenamtlichen Helfern in Feuersbrunst, technischen Hilfeleistungen oder Unterstützung im Ablauf der Veranstaltungen des Gemeindelebens sagen müsste. Vom ehemaligen Kreisbrandmeister, Herbert Reichert, initiiert, ist der Großgemeinde-Feuerwehrtag der Gemeinde Oerlenbach eine traditionelle Institution. Diesmal fand er im Rahmen des Eltingshäuser Dorffestes statt. Immer beginnt der Tag mit einem Festgottesdienst, bei dem die Feuerwehrler Gottesschutz und Segen für ihre nicht ungefährlichen Einsätze erbitten. Bei einem sinnlichen Gottesdienst griff Pastoralreferentin Christine Seufert die Zweifel mancher Feuerwehrler bei manchen ihrer Einsätze auf: "Wie kann so etwas geschehen? Wo ist Gott?" "Gott ist da, wo wir an unsere Grenzen stoßen. Er ist einfach da!" Nach dem Wortgottesdienst segnete sie die neue angeschaffte Tragkraftspritze PFPN. Sie ersetzt die seit 1957 von dem damaligen Kommandanten, Engelbert Schott, beschaffte und mittlerweile reparaturbedürftige alte Spritze. Oerlenbachs Bürgermeister Franz Kuhn sagte: "Neben den notwendigen Räumlichkeiten und Fahrzeugen spielt natürlich auch die Belastung eine wichtige Rolle. Deshalb war der Kauf der neuen Tragkraftspritze als Ersatz für die mittlerweile schon 6O Jahre alte Spritze notwendig geworden. Eine baugleiche Spritze wurde zeitgleich auch für die Feuerwehr Ebenhausen angeschafft. Insgesamt kosteten die beiden Tragkraftspritzen PFPN 27 762,70 Euro, von staatlicher Seite erhielten wir eine Förderung von 4700 Euro pro Spritze, so dass ein Gemeindeanteil von 9181,35 Euro pro Spritze übrig blieb.

Beim offiziellen Teil des Tages wurden verdiente aktive Mitglieder ausgezeichnet. Landrat Thomas Bold und Kreisbrandrat Benno Metz würdigten vier aktive Wehrmänner, die sich seit 40 Jahren aktiv für das Wohl und die Sicherheit der Allgemeinheit einsetzen. Bürgermeister Kuhn sagte: "Ich denke, es ist eine gute Sache, wenn sich die Feuerwehren unserer Gemeinde einmal im Jahr treffen, damit sich die Gemeinde auch öffentlich bei den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden für ihren freiwilligen, ehrenamtlichen Dienst, um Leben und Gesundheit, um Hab und Gut ihrer Mitmenschen bedanken kann. Ohne die Männer und Frauen von der freiwilligen Feuerwehr im Allgemeinen funktioniere die Gefahrenabwehr längst nicht so gut. Ohne unsere Feuerwehren, die überall anpacken, wo es Not tut, käme die notwendige Hilfe oft nicht rechtzeitig an", sagte der Bürgermeister. "Die meisten Menschen nehmen es heute als ganz selbstverständlich hin, dass die Feuerwehr immer und überall unverzüglich erscheint, wenn sie gerufen wird und dass sie dann tatkräftig und umsichtig zu Hilfe schreitet", so Franz Kuhn. In die gleiche Kerbe schlugen auch Landrat Thomas Bold und Kreisbrandrat Benno Metz. "Sowohl die Waldbrände in Schweden und Griechenland, als auch in Neuwirtshaus - wo schnell gelöscht wurde - würden zeigen, wie vielfältig, die Anforderungen an die Wehren seien, wo nicht nur 20 sondern bis zu 1000 Wehrleute gebraucht würden. "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr", sei aktuell wie nie zuvor. Für 40 Jahre aktiven Dienst wurden geehrt: Manfred Schubert (Ebenhausen), Kurt Will, Georg Wilm (Rottershausen) und Michael Schlotter (Eltingshausen). Separat geehrt werden die verhinderten aktiven Wehrmänner für 25 Jahre aktiven Dienst bei anderer Gelegenheit.