Der größte Kindergarten im Stadtgebiet, der bereits über 14 Krippenplätze verfügt, kann voraussichtlich im nächsten Spätsommer über zwölf weitere verfügen. Neue Plätze zu schaffen, war nicht ganz einfach, räumte Bürgermeister Armin Warmuth ein, denn die Baufirmen sind aktuell ausgelastet." Wir sind froh, dass die Baufirma Hahn diesen Auftrag übernahm. Damit ist ein weiterer Schritt für ein Angebot an Familien mit Kleinkindern getan", fügte er hinzu und wünschte einen unfallfreien Arbeitsverlauf.

Was Kindergärten betrifft ist die Stadt gut aufgestellt. Nach Sanierung des Kindergartens in Obereschenbach kommt mit der Erweiterung von St. Marien ein wichtiger Baustein auf diesem Sektor hinzu. In der Gutenbergstraße werden derzeit bis zu 106 Kinder betreut, wie Geschäftsführerin Kerstin Augsburg informiert.

Guten Fang gemacht

Stadtpfarrer Thomas Eschenbacher, der für alle Beteiligten um Gottes Segen bat, lobte das Gemeinschaftsprojekt von Kirche, Stadt und Diözese. Mit einer Gruppe Kinder aus St. Marien stimmte er ein Lied an, für das der Rathausobere ein Eis spendieren wird. Architekt Marcus Seifert dankte im Anschluss der Kindergartenleitung, den Fachplanern und der Firma Hahn, "mit der wir einen guten Fang gemacht haben".

Nach Information Seiferts kommen 550 Kubikmeter neuer, umbauter Raum im St. Marien-Kindergarten zusätzlich außen hinzu sowie im Bestand nochmals 350 Kubikmeter. In die Arbeiten eingebunden sind die Fachplaner Joachim Hockgeiger für Statik und Brandschutz, Helmut Cornielje für die Sicherheitskoordination und die Hüfner Consult, die die Arbeiten auf dem Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektrosektor übernimmt. Für die Koordination zeichnet das Stadtbauamt verantwortlich.

Finanzspritze

Die Gesamtsumme von 862 000 Euro erhält eine voraussichtliche Förderung von 212 000 Euro nach dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz sowie 400 000 Euro aus dem Finanzausgleich. Die Restsumme tragen die Stadt und die Diözese Würzburg.