Bezirksliga Nord Männer

TV Dettelbach - FC Bad Brückenau 18:35 (9:21).

Die Kurstädter knüpften nahtlos an die zuletzt in Hammelburg gezeigte Leistung an. Die bislang sieg-und punktlosen Dettelbacher Hausherren waren in ihrer eigenen Arena chancenlos. Die Cracks von Trainer Klaus Sieß legten bei ihrem Kantersieg ein hohes Tempo vor. Anfangs konnte der Gegner noch mithalten, führte überraschend 4:1. Doch dann brachen alle Dämme. Der Bad Brückenauer Routine und Präzision hatten die TVler ab Mitte der ersten Hälfte nichts mehr entgegenzusetzen. "Ich muss meine Mannschaft loben. Obwohl ersatzgeschwächt, leistete sie unter den Augen unseres kommenden Gegners HSG Volkach Großartiges. Wir benötigten nur einige Minuten, um nach dreiwöchiger Zwangspause unseren Rhythmus zu finden. Bei uns hat dann ein Rädchen ins andere gegriffen", resümierte Klaus Sieß. Der Coach wollte zwar keinen Spieler aus seinem bestens harmonierenden Kollektiv herausheben, aber Simon Dietrich sollte besonders erwähnt werden, der mit seinen 14 Toren "Killerinstinkt" bewies.
Tore für Brückenau: Simon Dietrich (14/1), Oliver Hilbert (6/5), Leopold Richter (3), Nick Übelacker, Simon Weiner, Tom Schumm, Maximilian Richter (je 2), Jan Markovics, Alexander Bauer, Michael Müller, Ralf Müller.

DJK Rimpar III - DJK Nüdlingen 32:18 (16:6).
Die dritte Mannschaft des Zweitbundesligisten Rimparer Wölfe ließ der DJK Nüdlingen keine Chance. "Ohne Sebastian und Julian Wilm sowie mit den gehandicapten Marcel Müller, Maximilian Memmel und Alexander Schmitt war ein Erfolg bereits vor dem Anpfiff unmöglich", resümierte Trainer Oliver Speck. Nur in den ersten Minuten konnte Speck zufrieden sein, weil die 6:0-Abwehr mit einem bestens disponierten Keeper Manuel Bott, der im weiteren Spielverlauf fünf Siebenmeter abkochte, auf der Höhe des Geschehens war. Ab der 15. Minute, beim Stande von 7:4, kam der Express der Hausherren auf Touren. "Wir wollten Rimpar vor Probleme stellen, haben uns aber zu viele Fehler erlaubt und wurden dafür bitter bestraft", meinte Speck. Seine Spieler seien aber zeitweise auch zu passiv und unbeweglich gewesen, um die Wölfe aufzuhalten. Torhüter Manuel Bott kassierte zwar in jedem Durchgang sechzehn Tore, war aber der beste Nüdlinger.
Tore für Nüdlingen: Johannes Bötsch (7), Bastian Kiesel (5/2), Vinzenz Przybilla (2), Philipp Wilm, Alexander Schmitt (je 2).

HSG Volkach - TV/DJK Hammelburg 33:15 (14:7).
Auch der TV/DJK Hammelburg hatte personelle Probleme. Mit nur neun Spielern angereist, von denen Leistungsträger wie Christian Preißler und Sebastian Leurer angeschlagen ins Spiel gingen, gab es beim selbsternannten Titelanwärter nichts zu erben. Frank Sell und Co. steckten nach einem Rückstand zwar nicht auf, kämpften sich immer wieder heran. "Wir haben in der Phase des 4:7-Rückstandes einfach zu viel verworfen und nebenbei schwächten wir uns selbst, denn nach etlichen unnötigen Zeitstrafen kam es zu einem Bruch im Spiel," sagte Frank Sell. Vornehmlich in der zweiten Halbzeit ließen sich die "Weindörfler" gegen die resignierenden Saalestädter die Butter nicht mehr vom Brote nehmen. "Wir haben einige dicke Brocken als Gegner gehabt, jetzt kommen einige leichtere Teams, gegen die wir die Punkte für den Klassenerhalt holen müssen", lautete Frank Sells abschließendes Statement.
Tore für Hammelburg: Simon Winter (4), Christian Preißler (3), Frank Sell (3/2), Tobias Mützel, Sebastian Leurer (je 2), Jan Wüscher (1).

Bezirksliga Frauen

TSV Lohr II - SG Garitz/Nüdlingen II 35:15 (16:8).

"Abhaken, Krone zurechtrücken und wieder aufstehen", so die Ansage von Spielertrainerin Melanie Dotzer an ihre Mädels nach der empfindlichen Schlappe. Ohne Nadja Heer, Elena Keßler und Anna-Lena Paech lief in Lohr nicht viel. "Das war der berühmte gebrauchte Tag für uns", registrierte die Trainerin eine schlecht stehende Abwehr und einen harmlosen Angriff, in dem weder über den Kreis noch aus dem Rückraum etwas lief. "Im Gegensatz dazu hatten die Lohrer Mädels einen Bombentag erwischt."
Tore für die SG: Katharina Karch (4), Melanie Dotzer (3), Lena Hümmler, Katharina Hofmann (je 2), Sabrina Metz, Anna Sebeschka, Sarah Zintl, Lisa Metz (je 1). class="artKursiv"> ts

TSV Pfändhausen - TV/DJK Hammelburg 18:17( 11:11).
Diese Partie war nun gar nichts für schwache Nerven. Hochspannung von der ersten bis zur letzten Minute, wobei sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Für die verletzte Ute Leidner, die nur bei den Siebenmetern in Erscheinung trat, hatte sich Sabine Finke in den Dienst der Mannschaft gestellt. Ganz stark bei den Gastgeberinnen die Abwehr mit einer überragenden Torfrau. "Die hat uns mit ihren spektakulären Paraden an den Rand der Verzweiflung gebracht", meinte Nicole Schröter. Zudem versemmelten die Gäste etliche Siebenmeter, drei davon in der entscheidenden Phase, während auf der Gegenseite alle vollstreckt wurden - sieben an der Zahl. Den möglichen Ausgleich für Hammelburg kurz vor dem Abpfiff verpasste ausgerechnet Nicole Schröter mit einem Schrittfehler. Verloren wurde das Spiel aber schon vorher, denn die Chancenverwertung war katastrophal.
Tore für Hammelburg: Nicole Schröter (8/1), Sinja Wilcke (3), Ute Leidner (2/2), Luisa Höfling, Celia Reuter, Helen Faust, Johanna Ruppert (je 1).