TSV Münnerstadt - FC Fuchsstadt: Zu einem interessanten Vergleich kommt es am Sportzentrum, wo der TSV Münnerstadt (5./22) im Derby auf den FC Fuchsstadt (8./17) trifft. Beide Trainer sprechen vor dem Match mit Hochachtung vom jeweiligen Kontrahenten. So sieht TSV-Coach Dominik Schönhöfer den Fuchstädter Angriff als Prunkstück an. "Sie sind offensivstark und haben mit Johannes Feser einen super Stürmer mit tollen Qualitäten, davon konnten wir uns in der letzten Saison ein Bild machen. Zudem können sie ihn mit den Leuten dahinter gut in Szene setzen." Natürlich muss sich auch sein Team nicht verstecken, trotz der jüngsten 1:3-Niederlage in Riedenberg. "Da sind wir entgegen unserer sonstigen Ausrichtung dem Gegner etwas defensiver begegnet, was bis zum unglücklichen 1:0 auch gut funktionierte. Das 2:0 für Riedenberg kurze Zeit später hat alles über den Haufen geworfen und das 3:0 mit dem Halbzeitpfiff war tödlich. In Durchgang zwei haben wir alles probiert, doch mehr wie der Anschluss sprang nicht heraus", hakt der TSV-Dompteur die Niederlage ab. Christoph Krell rückt bei den Nägelsiedern nach Ablauf seiner Rotsperre wieder in die Innenverteidigung. Für den FC Fuchsstadt ist es bereits das zweite Derby innerhalb von acht Tagen. Gegen Schlusslicht Obererthal konnten die Jungs von Trainer Marius Kubo wieder mal einen Heimsieg einfahren, der allerdings lange auf der Kippe stand. "Am Ende hatten wir die größeren Kraftreserven, deswegen geht der Sieg in Ordnung." Auf die Partie in Münnerstadt freut sich Kubo, "denn auswärts treten wir einfach anders auf", sagt der Füchse-Coach, der den Gegner als äußerst spielstark einschätzt. "Zudem ist Simon Snaschel ein super Torjäger und Florian Rottenberger ein starker Keeper." In seiner Truppe kehrt Stammkeeper Marc Rösler wieder in den Kasten zurück, auch Andreas Ermisch ist nach abgelaufener Sperre einsatzfähig. Dafür fehlt Nico Wolf nach seiner Roten Karte vor Wochenfrist.

TSV Forst - SV Riedenberg: Mit der stolzen Serie von sieben Spielen ohne Niederlage, bei zuletzt fünf Siegen am Stück, reist der SV Riedenberg (4./23) zum TSV Forst. Damit ist der Aufsteiger, zumindest tabellarisch, das beste Team im Landkreis. "Das ist historisch für den Verein", freut sich SV-Trainer Charly Storch, dem der Erfolg fast schon ein wenig unheimlich ist. "Wir haben zurzeit das Aufsteiger-Glück. Es ist sicher nicht alles Können", will Storch seine Jungs nicht in den Himmel loben, fügt aber an: "Was die kämpferische Leistung und das Verteidigen angeht, arbeiten wir sehr gut. Und durch die Serie sind wir von Spiel zu Spiel mehr motiviert." Beim Landkreisderby-Sieg über Münnerstadt sah sich Storch einem an sich stärkeren Gegner gegenüber. "Münnerstadt war besser, sie haben aber einige individuelle Fehler gemacht, die wir ausgenutzt haben, und das hat meine Mannschaft gut gemacht." Auch in Forst ist die Zielsetzung für die Riedenberger wieder ein Punktgewinn, "doch wenn wir auch mal verlieren, ist das sicher kein Beinbruch". Allerdings dreht sich die Personalschraube immer enger, denn diesmal fehlt aus Studiumsgründen der zuletzt starke Max Schultheiß. Für ihn wird Fabian Seuring in die Viererkette rücken.

SV Garitz - TSV Mühlhausen: Für Furore sorgte der SV Garitz (7./20) mit dem 3:2-Sieg über den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer TSV Rottendorf. Geht es nach dem Garitzer Trainer Andrzej Sadowski, darf es gegen den TSV Mühlhausen (13./13) so weiter gehen. "Wir haben bewiesen, dass wir auch gute Gegner schlagen können. Ich hoffe, die Jungs haben Lunte gerochen. Der Sieg gegen Rottendorf ist nur etwas wert, wenn wir nachlegen. Sonst sind wir da, wo wir nicht hinwollen: im Mittelmaß." Gegen den starken Tabellenführer war die Sadowski-Truppe über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft, lag aber nach gut 60 Minuten, auch wegen einiger vergebener Großchancen, mit 0:2 zurück, drehte dann ein fast verloren geglaubtes Spiel. "Da hatte der Fußballgott mit uns ein Einsehen", unkte der Garitzer Coach, der das Spiel gegen Mühlhausen als nicht minder schwierig ansieht. Und das hat einen guten Grund. Denn der Aufsteiger hat nach der Rückkehr von Elmar Drenkard auf den Trainerposten zwei Siege eingefahren und dabei zehn Tore erzielt, soviel wie in den neun vorausgegangenen Partien insgesamt. Dem 4:3-Sieg in Forst folgte ein 6:0-Kantersieg gegen den SSV Gädheim. Den Garitzern fehlt der gesperrte Arthur Gerlinger. Hinter Bastian Knauer (Muskelprobleme) steht ein Fragezeichen.

SV Rot-Weiß Obererthal - TSV Gochsheim: Einen neuerlichen Anlauf für den ersten Dreier der Saison unternimmt der SV Obererthal (18./1) gegen den TSV Gochsheim (11./15). Auch die Trennung von Trainer Manfred Fleischmann brachte zuletzt nicht den erhofften Erfolg im Derby beim FC Fuchsstadt. Am Ende fehlten den Rot-Weißen 15 Minuten zum Sieg. Bis dahin führte Obererthal durch einen Doppelpack von André Fuß mit 2:1, ehe die Kräfte schwanden. Dennoch nimmt das Interims-Trainerduo Siggi Weidinger und Manfred Rüth sicherlich die positiven Erkenntnisse aus der Partie mit in das Spiel gegen zuletzt auch nicht besonders erfolgreiche Gochsheimer. Diese unterlagen jüngst durch ein "last-minute"-Tor zu Hause 1:2 gegen den TSV Bad Königshofen. Dabei fehlten dem TSV neben dem letztjährigen Torschützenkönig Daniel Meusel (bisher 6 Saisontore) weitere 13 Spieler, so dass sogar der 43-jährige Abteilungsleiter und TSV-Urgestein Achim Eisend wieder die Kickstiefel schnüren musste. Dies und die Tatsache, dass die Gochsheimer keine ihrer letzten fünf Partien für sich entscheiden konnten, sollten André Fuß, Andreas Graup, Benny Brust und Co. Mut machen. Doch Vorsicht ist allemal geboten, denn der TSV holte elf seiner 15 Zähler auf fremdem Geläuf.