Wie die letzte Saison endete, so beginnt sie nun, nämlich mit einem Spiel gegen die "guten Freunde", wie es TV/DJK-Trainer Frank Otter gerne nennt. Die Begegnungen mit dem VfL Nürnberg haben im Saaletal nahezu schon Derbycharakter. Zum Saisonabschluss untermauerten seinerzeit die Saaledamen ihren Aufwärtstrend mit einem 3:0 und meißelten sich so auf dem 6. Tabellenplatz fest, während die Mittelfranken in die Relegation mussten. Die Mädels rund um VfL-Trainer Markus Hartinger meisterten diese jedoch souverän, weshalb sie nun erneut auf Regionalliga-Parkett stehen und zu Gast im Saaletal sind.

Seither hat sich in beiden Teams eine Menge geändert. Beim Hammelburger Bocksbeutelturnier zeigte sich Nürnberg bereits gut eingespielt, während beim TV/DJK noch so manche Sandkörner im Getriebe ihr Unwesen trieben. "Was bei fünf Abgängen kein Wunder ist", sagt TV/DJK Trainer Frank Otter. Gegen Nürnberg setzte es eine saftige Niederlage. Und ausgerechnet jetzt müssen sich die Gastgeberinnen noch vom Schock über die Bänderverletzung von Melanie Meder erholen, die mehrere Wochen ausfallen wird. Im eh schon kleinen Kader ist nun Improvisationstalent auf der Mittelblocker-Position gefragt. "Mal sehen, ob Neuzugang Carolin Streck auf die Mitte rückt oder Christin Heim auf ihre angestammte Position zurückkehrt", überlegt Otter. Da Laura Schmitt (Aufbautraining) und Katharina Weh ner (beruflich) ebenfalls fehlen werden, ist der Kader überschaubar. "Aber der soll es in sich haben", so der Coach, dessen Mädels einen fitten Eindruck machen. Am "Fein-Tuning" muss zwar noch ein wenig gearbeitet werden, konkurrenzfähig sollte die Mannschaft in jedem Fall sein
"Ob es für den ganz großen Wurf schon reicht, muss man sehen", so der Trainer, der sich zusammen mit seinem ehrgeizigen Team auf das Unternehmen Klassenerhalt freut.