SV Garitz - FC Fuchsstadt: Nachdem der Klassenerhalt für den SV Garitz (9./37) so gut wie in trockenen Tüchern ist, kann man entspannt in das Derby gegen den FC Fuchsstadt (3./44) gehen. Doch vom lockeren Saison-Ausklang möchte SV-Spielertrainer Andrzej Sadowski nichts hören. "Wir sind gegen Fuchsstadt topmotiviert. Im Hinspiel haben wir eine hohe Niederlage kassiert, da haben wir noch einiges gutzumachen. Außerdem möchten wir auch in der nächsten Saison noch gegen Fuchsstadt in der Bezirksliga spielen", wünscht sich der Garitzer Coach, der seinen Vertrag mittlerweile um eine weitere Spielzeit verlängert hat, auch künftig die Fuschter als Derbygegner. Sein Team sorgte zuletzt in Haßfurt für die gewünschten drei Punkte. Von den Fuschtern erwartet Sadowski da deutlich mehr Gegenwehr. "Fuchsstadt hat eine spielstarke Mannschaft, auch wenn sie von den jüngsten Ergebnissen her vermeintlich etwas abgebaut haben. Daran sieht man aber , dass sie zu schlagen sind - wenn wir einen guten Tag haben." Fuchsstadts Coach Dirk Züchner hat personell einige Baustellen. Philipp Pfeuffer kann nur Lauftraining absolvieren, Andi Luxem verletzte sich erneut und auch Simon Bolz musste gegen Röthlein mit einer Blessur vom Feld. Sein Einsatz ist fraglich. Überhaupt bereitete Züchner die jüngste 1:4-Heimniederlage einiges Kopfzerbrechen. Erstens war sie unnötig und zweitens doppelt bitter, weil auch die Konkurrenz um Platz zwei durchweg patzte. "Wir laufen beim Stand von 0:0 drei Mal alleine aufs Tor, wenn wir 1:0 in Führung gehen, gewinnen wir klar. Es war ein komisches Spiel. Ich hatte eigentlich nie das Gefühl, dass wir die Partie verlieren, aber wir haben einfach unsere Chancen nicht genutzt." Nun hofft der Füchse-Coach, dass seine Elf den Kampf in Garitz annimmt und ein Zeichen setzt. "Es wird ein schweres Spiel. Ich hoffe, dass jedem klar ist, wie man sich in einem Derby verhält. Beim letzten Mal in Obererthal war das nicht der Fall."

TSV Röthlein - SV Rot-Weiß Obererthal: Trotz der rechnerisch noch vorhandenen Möglichkeit auf Rang zwei sehnt man im Lager des SV Obererthal (5./43) langsam das Saisonende herbei. Nach einer bislang starken Saison gehen den Rot-Weißen so langsam die Körner aus. Verständlich, sieht man die personellen Engpässe über einen langen Zeitraum. Vier Spiele sind es noch und mit dem Gastspiel beim TSV Röthlein (8./38) beginnt die finale Phase. Der Aufsteiger dürfte durch den überraschenden 4:1-Sieg in Fuchsstadt auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt beiseite geschoben haben und kann ebenso wie die Truppe von Trainer Marius Kubo völlig unbeschwert aufspielen. In Röthleiner Reihen steht mit Klaus Baake ein Mit-Vierziger in der Offensivreihe, der schon Bezirksliga gekickt hat, als einige SV-Akteure noch nicht mal geboren waren. "Als ich aus der Jugend kam und da auf Röthlein traf, war er mit über dreißig schon ein Routinier", findet Marius Kubo die Leistung des Röthleiner Angreifers, der sein Team in Fuchsstadt in Führung schoss, bewundernswert. Doch auch von seinem Team ist er trotz der jüngsten Niederlage gegen Königshofen durchaus angetan. "Die Luft ist etwas raus. Wir haben ganz ordentlich gespielt, der letzte Biss hat einfach gefehlt. Aber kein Vorwurf an die Mannschaft, sie hat ihre Sache in den ganzen Spielen zuvor sehr gut gemacht." Das Hinspiel gegen Röthlein endete spektakulär 3:3-Unentschieden, nachdem Obererthal schon mit 0:3 zurückgelegen hatte. "Doch dann haben wir den Spieß umgedreht und noch den Ausgleich erzwungen. Deswegen bin ich mir sicher, dass sie Respekt vor uns haben", sieht Kubo einen kleinen Vorteil bei seinem Team, in dem nun auch Marcel Gerber und Markus Weidinger wegen Knieverletzungen ausfallen.

TSV Münnerstadt - DJK Schwebenried: Sehr zufrieden war Dominik Schönhöfer mit dem Auftritt seines TSV Münnerstadt (10./37) in Gochsheim. Die junge Truppe spielte gegen einen bärenstarken Gegner wieder einmal über die gesamten 90 Minuten hochkonzentriert und verdiente sich den Punkt beim 1:1 redlich. Diese Leistung möchte die Schönhöfer-Elf im Heimspiel gegen die DJK Schwebenried (11./33) nur allzu gerne wieder aufs Rasenrechteck bringen, um nach drei Heimniederlagen in Folge auch vor heimischem Publikum wieder zu punkten. Der Gegner aus dem Landkreis Main-Spessart ist trotz eines Vorsprungs von fünf Punkten auf den Relegationsplatz noch nicht sorgenfrei und hat sich mit zuletzt zwei Pleiten wieder etwas in Zugzwang gebracht. "Schwebenried will nicht in die Relegation. Sie werden gegen uns alles mobilisieren, um Punkte zu holen. Wir wollen da aber gegenhalten, da wir selbst noch drei Zähler benötigen, damit auch rechnerisch nach hinten nichts mehr anbrennen kann", stellt sich TSV-Coach Dominik Schönhöfer auf einen harten Fight ein, stellt dabei aber gar nicht mal die Tabelle in den Vordergrund. "Natürlich schaut man auf die Punkte und wir hoffen auch, dass sie da bleiben, aber für unsere Mannschaft zählt in erster Linie der Lernprozess, den sie in dieser Saison macht", sieht er nicht nur den kurzfristigen Erfolg.