Natürlich waren die Relegationsspiele im Fußballkreis Rhön auch in diesem Jahr wieder Zuschauer-Magnete. Aber so richtige Straßenfeger waren aus Landkreis-Sicht nicht dabei. Vielleicht mit einer Ausnahme gleich zu Beginn, als der TSV Wollbach nach einem 3:3 nach Verlängerung im Elfmeterschießen gegen die SG Urspringen den Aufstieg in die Kreisliga Rhön verpasst hatte. Das alles vor 930 Zuschauern in Unterweißenbrunn.

Immerhin offiziell 753 Fans sahen in Oerlenbach den 4:1-Sieg des VfB Burglauer über den BSC Lauter, der doch noch ein weiteres Kreisklassen-Jahr buchte mit dem 1:0-Sieg vor 670 Zuschauern in Eltingshausen über den SV Machtilshausen, der auch sein zweites Aufstiegsduell verlor beim 0:1 gegen die SG Hendungen vor 528 Augenzeugen in Unterebersbach. Die Hendunger ihrerseits hatten zuvor einen Matchball vergeben mit dem 2:5 gegen den FC Poppenlauer vor 630 Zuschauern in Gabolshausen.

Ordentlich besucht waren die Aufstiegsspiele der B-Klassen-Vizemeister: 618 Zaungäste verfolgten den viel diskutierten 14:1-Erfolg der SG Arnshausen über den TSV Mühlfeld. Immerhin 466 Zahlende verfolgten in Waldberg die 2:3-Niederlage des SV Detter-Weißenbach gegen die SG Ginolfs. Zum Klassenerhalt in der Bezirksliga benötigte der TSV Münnerstadt stolze vier Spiele: In Hin- und Rückspiel wurde erst der FC Gerolzhofen, dann der FC Sand II besiegt. Auch hier gab es keinen Sturm auf die Kassenhäuschen. Etwas mehr als 400 Zuschauer verfolgten die Spiele in Münnerstadt, in Gerolzhofen waren es 641, in Sand lediglich 364.

Mit der Rückkehr des FC Poppenlauer in die Kreisklasse ergibt sich nun die interessante Konstellation, dass die neue Spielgemeinschaft mit der DJK Weichtungen und dem TSV Maßbach (wir berichteten) tatsächlich je ein Team pro Kreisklasse stellen wird. Was möglich wurde durch den Klassenerhalt der DJK Weichtungen in der Kreisklasse Rhön 2.

"Wir treten in der nächsten Saison als FC WMP Lauertal an. Die zweite Kreisklassen-Mannschaft nennen wir aufgrund der Verbandsrichtlinien SG WMP Lauertal. Die Pässe werden auf Weichtungen umgeschrieben. Das wird ein Übergangsjahr, ehe es wahrscheinlich zur Gründung eines ganz neuen Vereins kommt", sagt Sven Gessner aus der Führungsriege des FC Poppenlauer. Eine dritte Mannschaft wird in der B-Klasse spielen, obwohl vom TSV Maßbach ein Startplatz in der A-Klasse möglich gewesen wäre. "Aber wir wollen zwei starke Teams für die höhere Liga an den Start bringen", sagt Sven Gessner.

Ein ähnliches Konstrukt gibt es in der Rhön, wo die DJK Waldberg bereits Kreisklasse spielt - was nun auch auf die SG Sandberg/Waldberg II zutrifft nach derem Aufstieg als Meister der A-Klasse Rhön 3. "Wir überlassen es jetzt den Spielern, wer in welcher Kreisklasse spielen will", sagt DJK-Vorsitzender Mario Ziegler.

Auch vom Fuße des Wasserturmes werden Neuigkeiten gemeldet, denn aus dem TSV Rannungen und den zwei Mannschaften der SG Pfändhausen/Rannungen wird zur neuen Saison der Fußballverein (FV) Rannungen, der dem Fußballkreis Rhön zugeordnet ist. "Damit werden auch alle Pässe auf den neuen Verein umgeschrieben. Wir hatten uns rechtzeitig zu diesem Schritt entschlossen, weil in der Bezirksliga ja keine Spielgemeinschaften erlaubt sind", klärt Rannungens Abteilungsleiter Michael Hobelsberger auf. Und geht davon aus, dass sein Verein erneut in der Kreisliga Rhön antreten wird, nachdem im Vorjahr ein Wechsel in die Kreisliga Schweinfurt ein Thema war. Dort will laut Abteilungsleiter Matthias Hallhuber übrigens der SV Ramsthal bleiben; Aufsteiger SG Oerlenbach/Ebenhausen stünde einem Wechsel in den Nachbarlandkreis gemäß Trainer Thorsten Büttner offen gegenüber. Eine Entscheidung fällt nicht vor dem 10. Juni. Das letzte Wort spricht der Verband.