SV Riedenberg - TSV/DJK Wiesentheid
(Samstag, 17 Uhr)
Abhaken und auf das Heimspiel gegen den TSV/DJK Wiesentheid (16./0) konzentrieren, heißt es für den SV Riedenberg (10./3) der seine zweite Saisonpartie bei Aufsteiger Rödelmaier 0:1 in den Sand setzte. "Wir waren alle unzufrieden mit dem Spiel und haben dort zu recht verloren, weil wir unser Leistungsvermögen nicht auf den Rasen gebracht haben", haderte SV-Trainer Thorsten Seufert.

Jetzt gilt es gegen das Schlusslicht aus dem Steigerwald den Hebel wieder umzulegen. Doch Seufert hebt mahnend die Hand. Er beobachtete Wiesentheid unter der Woche bei der knappen 1:2-Niederlage in Krum und weiß, dass das Match kein Selbstläufer wird. "Sie haben nicht gespielt wie ein Team, das nach dem dritten Match mit null Punkten dasteht. Am Tabellenstand darf man sie nicht messen. Zudem sollten wir nicht wie im letzten Spiel nur 20 Prozent unserer Zweikämpfe gewinnen, sondern deutlich mehr." Aber natürlich sei das Ziel, daheim einen Dreier einzufahren.

Wiesentheids Fokus liegt unter dem neuen Trainer Thomas Latteier darin, schnellstmöglich die Klasse zu halten. Entgegen früherer Spielzeiten war die Spieler-Fluktuation diesmal nicht so groß. Drei Abgängen stehen drei Neue gegenüber, allesamt aus der eigenen Jugend. Im Riedenberger Kader fehlen neben den Langzeitausfällen die beiden Schondraer Neuzugänge Simon Raab (Handgelenk) und Kilian Markert (Knie). Fabian Seuring ist im Urlaub.

FC Bad Kissingen - TSV Bergrheinfeld
(Sonntag, 15 Uhr)
Mit Aufsteiger TSV Bergrheinfeld (15./0) bekommt es der FC 06 Bad Kissingen (11./3) zu tun. Die 06er rehabilitierten sich am zweiten Spieltag für die Heimpleite gegen die FT Schweinfurt (1:4) und siegten im Derby beim TSV Münnerstadt mit 3:2. FC-Coach Mario Wirth spricht von einem verdienten Sieg und lobt die Einsatzbereitschaft seines Teams.

Gegner Bergrheinfeld ist dem 06-Übungsleiter bisher gänzlich unbekannt: "Ich muss da noch mal etwas telefonieren und mich weiter informieren. Es soll eine junge Mannschaft sein, die Gas gibt und die mit Sven Cäsar einen überragenden Kicker aus der Landesliga bekommen hat."

Der Meister der Kreisliga Schweinfurt startete allerdings schlecht in die Saison. Sowohl in Riedenberg, als auch daheim gegen Mitaufsteiger Dettelbach und Ortsteile zog die Truppe des neuen Trainerduos Thomas Gerstner/Thomas Cäsar jeweils mit 1:3 den Kürzeren. "Vielleicht müssen sie sich noch etwas finden und an die Liga gewöhnen oder haben einige Urlauber. Die zwei Niederlagen könnten die Euphorie etwas gebremst haben. Das wollen wir ausnutzen", sagt Wirth.

Es gelte, das eigene Spiel durchzuziehen und offensiv an die Aufgabe heranzugehen. Routinier Ervin Gergely kann urlaubsbedingt nicht mitwirken.

TSV Forst - FC Thulba
(Sonntag, 15 Uhr)
Die optimale Ausbeute von zwei Siegen aus zwei Spielen holte der FC Thulba (2./6) zum Start der neuen Bezirksliga-Saison und gewann auch in Dampfach, einem Mitfavoriten auf die Spitzenplätze. 3:2 hieß es, nachdem die Frankonen schon mit 3:0 geführt hatten. Jetzt reisen die Jungs von Trainer Victor Kleinhenz zum TSV Forst (5./4), der die ersten beiden Partien ebenfalls ohne Niederlage bestritt.

Am ersten Spieltag bezwang die Mannschaft von Spielertrainer Florian Hetzel ebenfalls Dampfach mit 4:2 und holte vor Wochenfrist bei stark eingeschätzten Oberschwarzachern einen Fleißzähler (1:1). "Forst ist bekanntermaßen spielstark. Sie haben sich mit Lukas Wirth und Tim Westerhausen gut verstärkt. Da kommt viel Geschwindigkeit rein. Es ist eine gute Mischung aus erfahrenen Akteuren und jungen Wilden, die für Flexibilität im Spiel steht", sagt Thulbas Chef-Coach.

In Dampfach ging der Plan, tief zu stehen und schnell zu kontern, 70 Minuten lang perfekt auf. Erst mit dem Anschlusstreffer der Dampfacher wurden die Beine schwerer. In Forst wird Kleinhenz aus verschiedenen Gründen in seiner Mannschaft wieder etwas durchrotieren, freut sich aber auf den Vergleich: "Forst wird uns nicht unterschätzen. Es wird, denke ich, ein spannendes und interessantes Spiel werden."

TSV Gochsheim - TSV Münnerstadt
(Sonntag, 15 Uhr)
Vor einer hohen Hürde steht der TSV Münnerstadt (13./0) beim TSV Gochsheim (9./3). Letzterer wird von nahezu allen Experten als Meisterschaftskandidat Nummer Eins gehandelt. Allerdings unterlag das Team vom Duo Dominik Ruh/Stefan Riegler am zweiten Spieltag bei Aufsteiger FT Schweinfurt mit 1:3. Da war man vor allem bei Standards anfällig, was für den Münnerstädter Coach Klaus Keller ein Mittel sein kann, um dem Gegner weh zu tun.

Mit Respekt, aber unbekümmert will er dem Kontrahenten begegnen. "Gochsheim hat die letzten Jahre Bombenaufbauarbeit geleistet. Jetzt ernten sie ihre Früchte und haben sich mit dem ehemaligen U19-Bundesligaspieler Fnan Tewelde nochmals gut verstärkt. Normal fährt man dorthin und sagt, das ist ein Bonusspiel, da der Gegner ganz andere Ambitionen hat; doch zu Saisonbeginn und nach unserer Auftaktniederlage soll möglichst etwas Zählbares auf dem Zettel stehen."

Anders als gegen Bad Kissingen sollen die Zweikämpfe wieder mehr angenommen und einfacher Fußball gespielt werden. Wer letztlich für das Gochsheim-Spiel in der Startelf steht, wird sich vermutlich erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden, da hinter manchem Akteur ein Fragezeichen steht.