FC Bad Brückenau - TSV Partenstein 29:29 (17:13).

Ohne ihren Regisseur Tom Schumm starteten die Bad Brückenauer in das Rhön-Spessart-Derby. Da auch der quirlige Bruder Nick Schumm auf der Außenbahn passen musste, stellte Coach Oliver Hilbert-Probeck das taktische Konzept geringfügig um. Mit unzähligen weiten Bällen von Keeper Peter Feuerstein wurden immer wieder rasante Konter eingeleitet, was auf Anhieb hervorragend funktionierte. Allerdings wurden einige Hochkaräter bei tollen Kontern sehr leichtfertig liegen gelassen. Und das sollte sich am Ende ganz bitter rächen. Bis zur 41. Minute waren die Sinnstädter völlig verdient auf 25:15 davongezogen, was aber unter anderem auch daran lag, dass Peter Feuerstein im FC-Kasten wieder einmal mit akrobatischen Paraden zu überzeugen wusste. Doch Mitte der zweiten Halbzeit kippte die Partie wie aus heiterem Himmel komplett um. TSVler Niklas Grundler jagte einen Siebenmeter nach dem anderen in die Maschen. Und das zermürbte den eigentlich bärenstarken Keeper Feuerstein ganz offensichtlich. Routinier Thomas "Dömmes" Bieber rückte für den jungen Bad Brückenauer Schlussmann in den Kasten. Und auf einmal waren wirklich Nerven wie Drahtseile gefragt. In der 51. Minute fingen sich Simon Weiner und Simon Dietrich fast zeitgleich eine Zwei-Minuten-Strafe ein. Jetzt rückten die bis dahin eher harmlosen Gäste in der Defensive extrem weit auf und brachten die in doppelter Unterzahl agierenden Rhöner mit gezielten Störmanövern völlig ins Schwimmen. Der satte Zehn-Tore-Vorsprung schmolz zusammen.

Ein Muster ohne Wert

Angetrieben von einer stattlichen Zahl an lautstarken mitgereisten Fans gingen die Partensteiner voll auf Risiko und erzielten in der 58. Minute durch Alexander Hogyikov den nicht mehr für möglich gehaltenen 28:28-Ausgleich. Auch die erneute Brückenauer Führung durch ein Siebenmetertor von Simon Dietrich blieb ein Muster ohne Wert. Denn mit der allerletzten Aktion der Partie versenkte Niklas Grundler seinen achten Strafwurf wiederum souverän. Den FClern stand der Schock ins Gesicht geschrieben. Der Jubel bei den Gästen kannte unterdessen kein Halten mehr. Fans und Spieler feierten das Remis wie einen klaren Auswärtstriumph. Für die geknickten Sinnstädter gab es aber ebenfalls stehende Ovationen zum Trost.

Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (10/2), Sebastian Gensichen (6), Stefan Bott (3), Alexander Bauer (3), Simon Weiner (3), Michael Müller (3), Fabian Peter (1). DJK Nüdlingen - TSV Karlstadt 26:30 (15:16). Neun Tore von Bastian Kiesel waren nicht genug bei der Saisonpremiere der DJK Nüdlingen. In einem torreichen Spiel hatten die Gäste den deutlich besseren Start angesichts einer 4:1-Führung, die die Jugendkraftler mit dem 6:6 aber zackig korrigieren konnten, um durch Julius Rauch erstmals vorzulegen. Die nächste Serie gelang anschließend wieder den Gästen (9:13, 10:14), die aber zur Pause gerade einmal einen Treffer Vorsprung hatten. Allerdings sollte den Nüdlingern nach dem Wechsel kein Ausgleich mehr gelingen. Beim 19:25 war schließlich die Vorentscheidung zu Gunsten des Gegners gefallen. js Tore für Nüdlingen: Bastian Kiesel (9/6), Jonathan Kaim (3), Kai Kunzmann (3), Julius Rauch (3), Vincent Przybilla (2), Jonas Rendl (2), Kilian Geßner (2), Alexander Schmitt (1), Florian Kreil (1).

FC Bad Brückenau - MHV Schweinfurt 09 II 18:18 (7:10).

Im ersten Durchgang fand das Frauen-Team von Nadine und Michael Pragmann nie so richtig ins erste Spiel der Saison. Unnötige technische Fehler, Abstimmungsprobleme und mangelhafte Chancenverwertung waren ständige Begleiter. Die Gäste aus der Kugellagerstadt wussten zwar spielerisch auch nicht gerade zu glänzen, waren im Angriff zunächst aber wesentlich effektiver. Erst nach dem Kabinengang rauften sich die Sinnstädterinnen noch einmal zusammen und starteten eine Aufholjagd. Allmählich klappten die Spielzüge in der Vorwärtsbewegung immer besser, so dass der satte Vorsprung der Schweinfurterinnen zusammenschmolz. In einer hektischen Schlussphase erkämpften sich die FClerinnen, angefeuert durch eine beeindruckende Zuschauerkulisse, tatsächlich noch ein Remis. Spielerisch ist allerdings bei den Sinnstädterinnen, die in der zurückliegenden Saison teilweise bärenstarke Heimspiele abgeliefert hatten, noch eine Menge Luft nach oben.

Tore für Bad Brückenau: Jennifer Frank (5/2), Sophie Gundelach (4), Katharina Probeck (3/1), Melissa Kalmund (3), Milena Schmitt (3). FC Bad Brückenau II - SG Schonungen/Schweinfurt 24:23 (12:12). Nach langer Auszeit schickt der FC Bad Brückenau wieder eine zweite Mannschaft ins Rennen. Das Team startet in der Bezirksklasse Staffel Nord, wo allerdings bereits eine Mannschaft (TSV Lohr III) von insgesamt acht mangels Personal zwangsläufig den Rückzug angetreten hat. "Hier geht es ausschließlich um Spaß am Handball, ohne jeglichen Druck", macht Coach Oliver Hilbert-Probeck klar, der beim Reserve-Team gleich zum Auftakt als bester Torschütze und Spielgestalter auffiel. "Wir sind locker in die Partie reingegangen und haben für das erste Spiel erstaunlich gut gespielt", freut sich der Trainer. "Priorität war, so wenig technische Fehler wie möglich zu machen. Und genau das hat uns den Sieg beschert." Tore für Bad Brückenau: Oliver Hilbert-Probeck (8), Lukas Heil (4), Nick Übelacker (4), Christian Kraus (4), Urs Grewen (3), Yannick Reim (1). SG Garitz/Nüdlingen - TV/DJK Hammelburg 24:12 (10:6). Auch ihr zweites Saisonspiel gewann die neu aufgestellte SG Garitz/Nüdlingen überdeutlich. Diesmal im einzigen Kreis-Derby im Frauenhandball gegen ebenfalls stark verjüngte Hammelburgerinnen, die durch Lena Doschko vorlegten, was freilich schon die letzte Führung der Gäste bedeuten sollte. Bis zur Pause hatte sich die Mannschaft von Trainer Heiko Schober bereits einen Viertore-Vorsprung herausgeworfen. Mit drei Treffern in Folge gab Katharina Karch nach dem Wechsel die weitere Richtung vor, was zu einem ungefährdeten Erfolg der Spielgemeinschaft führte.js Tore für Garitz/Nüdlingen: Katharina Karch (8/2), Pia Steinegger (5/1), Sarah Zintl (3), Marina Titt (3), Sophie Hippler (2), Theresa Przybilla (2/1), Elena Keßler (1). Tore für Hammelburg: Annika Keller (6), Lena Doschko (2), Nicole Simon (2), Laura Finke (1), Lina Heilmann (1).