FC Bad Brückenau - HSG Volkach 26:24 (12:12).

Traditionell spielen die Volkacher eine knallharte Abwehr. Die HSG-Routiniers holten in der Römershager Dreifachturnhalle insbesondere den leichtgewichtigen FC-Überflieger Simon Dietrich gnadenlos mit vereinten Kräften aus der Luft. Mit teils waghalsigen Aktionen. Und weil die Mitte am Volkacher Kreis komplett dicht gemacht wurde, gestaltete sich das Bad Brückenauer Offensivspiel viel komplizierter als gewohnt. Den FClern blieb gar keine andere Wahl, als sich in die ständigen Ringkämpfe mit den kanariengelben Kontrahenten zu stürzen. Wobei die Volkacher in Sachen körperlicher Härte und Gewichtsklasse zumeist deutliche Vorteile auf ihrer Seite hatten. Hatte man sich in Vorrunde noch ein irres Torspektakel mit stolzen 76 Treffern geliefert, so waren die hellwachen Mainfranken diesmal nicht dazu bereit, auch nur einen Bad Brückenauer Sprungwurf aus dem Rückraum zuzulassen. Und auf diese Weise entwickelte sich ein zerfahrenes, hart umkämpftes Match auf Augenhöhe. Die erfahrenen Unparteiischen Christian Schneider und Michael Troll sorgten mit dosiert eingesetzten Zeitstrafen und einer roten Karte für die Gäste dafür, dass das kampfbetonte Spiel im Rahmen blieb. Keine Mannschaft konnte sich in diesem Kopf-an-Kopf-Rennen absetzen. Und so entschieden die beiden finalen Treffer des kämpferisch eingestellten und gut aufgelegten Bad Brückenauer Spielmachers Tom Schumm die Partie. Drei Minuten vor der Schluss-Sirene hatte es noch 24:24 gestanden. Insgesamt wirkte die Partie mit ihren ständigen undurchsichtigen Auseinandersetzungen am Kreis doch ein wenig aus der Zeit gefallen. Der guten Stimmung auf den Rängen tat dies allerdings keinen Abbruch. Die zahlreichen Brückenauer Fans waren wieder einmal ein wichtiger Faktor für den Heimsieg im Hexenkessel.

Tore für Bad Brückenau: Tom Schumm (7), Michael Müller (6/3), Simon Dietrich (5/1), Stefan Bott (3), Nick Schumm (2), Alexander Bauer (2), Georg Hoch (1).

TSV Mellrichstadt - DJK Nüdlingen 37:21 (17:13). Weiter auf ihren ersten Saisonsieg müssen Nüdlingens Handballer warten nach der hohen Derbyniederlage gegen den TSV Mellrichstadt, der nach drei sieglosen Spielen wieder ein Erfolgserlebnis feiern durfte. Beide Kontrahenten trennen in der Tabelle zwar nur zwei Plätze, aber nun schon acht Punkte. Trotzdem ist der Kampf um den Klassenerhalt kein aussichtsloser. Nur zwei Zähler beträgt der Rückstand auf Königsberg. Und mit dem Rückzug des HC Unterfranken steht ein Absteiger aus der Bezirksliga bereits fest. "Wir hoffen, dass nicht mehr Teams runter müssen", sagt DJK-Coach Harry Rauch, der in Mellrichstadt insbesondere mit der hohen Zahl an Gegentoren haderte. Dazu kamen im Spielverlauf zwei rote Karten für Ralph Sittler und Felix Planetosch, die aber keine Sperre nach sich ziehen. "Wir haben uns zu viele Ballverluste erlaubt und sind immer wieder in Gegenstöße gelaufen. Nach dem Wechsel sind wir regelrecht eingebrochen." Ein taktischer Kniff von TSV-Trainer Ditmar Piechulek, der als ehemaliger Damentrainer eine Nüdlinger Vergangenheit hat, ebnete den Gastgebern den Weg zum Sieg. Er ließ Nüdlingens gefährlichsten Werfer, Bastian Kiesel, in kurze Deckung nehmen.jsTore für Nüdlingen: Bastian Kiesel (8/1), Andreas Petsch (8), Christian Preissler (2), Ralph Sittler (1), Jonas Rendl (1), Nicolas Feiler (1/1).

FC Bad Brückenau - TV Gerolzhofen 23:12 (11:5).

Chancenlos waren die TVlerinnen aus Gerolzhofen bei ihrem Gastspiel an der Sinn. Die Bad Brückenauerinnen agierten in der Defensive kompromisslos und waren im Vorwärtsgang mindestens eine Nummer zu schnell für die Mannschaft aus dem Steigerwald, die die Rote Laterne der Bezirksliga innehat. Der TV fand erst ein wenig besser ins Spiel, als das FC-Trainergespann Nadine und Michael Pragmann die Rotationsmaschine anwarf und munter durchwechselte. Der Angriffsmotor der Sinnstädterinnen geriet so ein wenig ins Stottern. Nach 60 Minuten hatte der FC eine satte zweistellige Zahl an hundertprozentigen Chancen ausgelassen. Angesichts der einseitigen Kräfteverteilung ließ die Konzentration im Abschluss gelegentlich zu Wünschen übrig. Doch die athletischen und konditionellen Vorteile der FC-Sieben ließen sich nicht wegdiskutieren. Dass die TVlerinnen trotz völlig aussichtsloser Zwischenstände kämpferisch eingestellt blieben, war ein Zeichen sportlicher Moral, aber in der Offensive gelang den Gästen nicht besonders viel. Jennifer Frank ließ sich von der schlampigen Chancenverwertung ihrer Teamkolleginnen nicht anstecken und zeigte einen starken Auftritt mit eiskalten Abschlüssen bei Tempogegenstößen.

Tore für Bad Brückenau: Jennifer Frank (10/2), Melissa Kalmund (3), Anna Pragmann (2), Katharina Schneider (2), Marie König (2), Sophie Gundelach (2), Sabine Bott (1), Lena Übelacker (1/1).

FC Bad Brückenau II - TSV Bergrheinfeld 22:29 (12:16).

Der TSV Bergrheinfeld reiste zwar mit extrem ausgedünntem Kader in die Sinnstadt, ging aber als klarer Favorit in die Partie. Die "Bercher Jungs" sind in der Bezirksklasse in dieser Saison ungeschlagen und streben mit Macht dem Meistertitel entgegen. Die Bad Brückenauer Reserve, die im Saisonverlauf schon mit großer Personalnot zu kämpfen hatte, glänzte diesmal mit einem üppigen 13-Mann-Kader, geriet aber schnell ins Hintertreffen. Es entwickelte sich ein wahres Festival an Strafwürfen, wobei die Bergrheinfelder mit einer hundertprozentigen Quote voll zu überzeugen wussten. Dass die Bad Brückenauer mittlerweile die Rote Laterne der Liga tragen, kann die gute Stimmung im Team nicht trüben. Es bleibt trotz zum Teil herber Niederlagen beim Konzept der zweiten Mannschaft: Junge Nachwuchsspieler und etliche "alte Hasen" gehen die Sache motiviert, aber ohne jeglichen Erfolgsdruck an.

Tore für Bad Brückenau: Jan Markovics (6), Yannick Reim (5/3), Max Puschner (3), Urs Grewen (3/3), Nick Übelacker (2), Tom Leidel (1), Sven Markovics (1), David Martin (1).

HSV Bergtheim III - TV/DJK Hammelburg 20:34 (7:15). Beim Pflichtsieg gegen das Schlusslicht leisteten sich die TV/DJK-Frauen bis zur 20. Spielminute (7:5) einige Unzulänglichkeiten im Spielaufbau und beim Verwerten ihrer Chancen. Bis zum Halbzeitpfiff lief jedoch die Angriffsmaschine der Saalestädterinnen auf Hochtouren. Nach dem Wechsel wurde der Vorsprung sukzessive ausgebaut, insbesondere Annika Keller traf nach Belieben. Die Hammelburger Sieben profitierte in erster Linie vom intelligenten Spielaufbau der erfahrenen Spielerinnen Sabine Finke und Ute Leidner. Ungeachtet der 14 Tore Vorsprung bemängelte Trainer Bernhard Hereth die zwanzig Gegentreffer aufgrund von Konzentrationsfehlern und einer mangelnden Rückwärtsbewegung.spionTore für Hammelburg: Annika Keller (13), Ute Leidner (6), Nicole Schröter (5) Sabine Finke (4), Lea Schlereth (3), Tabea Hüfner (2), Helen Faust (1).