Mit diesem Erfolg hatten die Macher des Sulzthaler Reit- und Fahrvereins nicht gerechnet: Mehr als 300 Reiter nahmen an ihrem Dressur- und Springreitturnier teil, mit ungefähr ebenso vielen Pferden. Der neue Platz war nicht der einzige Grund dafür.

Kristina Ehrlich, im Verein für die Finanzen zuständig, klingt sehr zufrieden: "Die Teilnehmerzahl hat unsere Erwartungen übertroffen." 650 Startplätze hätten im Vorfeld gemeldet; 520 Starts seien schließlich absolviert worden, wobei einige Reiter auch doppelt angetreten seien. Zwei Wochen vor Turnierstart habe man die Nennliste schließen müssen. Die Teilnehmer seien vor allem aus dem Fränkischen gekommen. Einige reisten aber auch aus den benachbarten Bundesländern Hessen und Thüringen an.

Ehrlich führt das Riesen-Interesse vor allem auf den neuen Reit- und Dressur-Platz auf der Steige zurück. "Dass wir den gebaut haben, hat sich herumgesprochen." Dafür, dass der Platz erst eine Woche vor Turnierstart fertig gelegen habe, seien es gelungene Wettkämpfe gewesen. "Am Samstag war es sehr warm und wir mussten wässern. Am Abend kam ein Gewitter, so dass es am Sonntag sehr gute Bedingungen waren", sagt Ehrlich.

Bedeutend für das große Interesse war laut der Vereinskassiererin auch, dass das Turnier mit "normalem ländlichen Niveau" breitgefächert war. Von der Einsteigerklasse E bis zum M-Level sei alles dabei gewesen. Es habe die Möglichkeit bestanden, viele verschiedene Pferde zu reiten. "Pro Prüfung hatten wir durch die Bank 30 bis 40 Starter."

Sulzthal war laut Kristina Ehrlich auch für viele Reiter die letzte Chance, sich für die Finals am ersten September-Wochenende in Ansbach zu qualifizieren. So habe es Ausscheidungen zum RIQ-Cup Franken für Jüngere und andere Wettbewerbe gegeben. Das zog offensichtlich.

Und die Teilnehmer des Sulzthaler Reit- und Fahrvereins selbst? Waren nach Ehrlichs Worten mit ihrem Abschneiden auch zufrieden. "Im Jugendfeld haben unsere Nachwuchsreiter durchweg gute Ergebnisse erzielt." Und auch bei den "alten Hasen" sei der Verein "in jeder Prüfung vorn vertreten" gewesen.

Insgesamt waren 21 Reiter aus dem Verein mit 70 Starts vertreten; 13 erritten 27 Platzierungen. Am erfolgreichsten war Ronja Schmittfull mit drei ersten und mehreren zweiten Plätzen. Laut Veranstalter gewann sie den Josera-Cup. Aber auch andere Sulzthaler Reiter wie Kerstin Bühner, Sophia Frank, Antonia Fürst, Emil Menig, Stephanie Hümmer-Frank und Kristina Ehrlich selbst errangen Plätze unter den ersten Drei.

Für die Sulzthaler war es das erste Turnier dieser Art. 20 Ehrenamtliche bereiteten es vor; 70 bis 80 halfen, die Wettbewerbe umzusetzen. Auf Vielseitigkeits-Prüfungen verzichteten die Veranstalter wegen des Platzbaus dieses Jahr. Aus Gesprächen mit Teilnehmern weiß Ehrlich, dass diese das geforderte Prüfungsniveau gerne beibehalten möchten. Einige hätten auch gefragt, ob man die Wettbewerbe nicht auf zwei Veranstaltungen verteilen könnte. Im Verein gesprochen wurde laut der stellvertretenden Vorsitzenden Theresa Schießer im Verein darüber noch nicht.