TEV Miesbach - Kissinger Wölfe 2:3 (1:0, 0:1, 1:2). Nach dem erwarteten Sieg über Schlusslicht Pegnitz (9:2) gelang beim hoch gehandelten TEV Miesbach vor 310 Zuschauern der zweite Wochenend-Dreier. Und das ohne den verletzten Semjon Bär und den erkrankten Defensivstrategen Marc Hemmerich. "Mit fünf gesunden Verteidigern ist das kein Problem. Im Sturm darf halt nicht viel passieren bei unserem kleinen Kader", sagt Mikhail Nemirovsky, für den der Sieg im Oberbayerischen allerdings keine Überraschung war. "Weil wir gut gespielt haben und das nötige Scheibenglück hatten, das uns beispielsweise gegen Erding fehlte. Da waren wir keineswegs fünf Tore schlechter", erinnerte sich der Wölfe-Spielertrainer an die Vorwoche.

Kompakt und diszipliniert

In Miesbach hatte Luca Herden (18.) für die Gastgeber im ersten Drittel vorgelegt, im Mittelabschnitt Anton Seewald (34.) egalisiert. Eugen Nold (46.), der einen Schuss unhaltbar abfälschte, sowie Christian Masel (48.), der einen Wechselfehler nutzte, brachten die Unterfranken mit 3:1 in Führung. Bohumil Slavicek (56.) gelang von der Strafbank kommend nur noch der Anschlusstreffer für die Gastgeber, die natürlich kurz vor Schluss einen sechsten Feldspieler für ihren Goalie gebracht hatten. "Wir sind kompakt und diszipliniert aufgetreten. Und Benni Dirksen hat im Tor wieder einen guten Job gemacht", lobte Nemirovsky, der auch mehr als zufrieden ist mit seinem kurz vor Ende der Wechselfrist verpflichteten Verteidiger Ondrej Stava. "Was ich von ihm sehe, ist sehr positiv. Ondrej hat ein gutes Auge und sorgt in der Abwehr für Ruhe, was extrem wichtig ist. Außerdem spielt er einen starken ersten Pass. Kommt der erste Pass nicht, gibt es halt auch keinen zweiten." Auch Michael Rosin schnaufte tief durch nach diesem Krimi: "Im ersten Drittel ist ein aus meiner Sich reguläres Tor nicht gegeben worden. Egal, wir sind auf Kurs und fiebern jetzt den Spielen in Königsbrunn und gegen Schweinfurt entgegen."