ESC Dorfen - Kissinger Wölfe 1:4 (1:1, 0:1, 0:2).

Kann schon sein, dass die Oberbayern vor allem deshalb verloren, weil die "Eispiraten" gleich auf sieben Spieler hatten verzichten müssen, während bei den Unterfranken lediglich Simon Eirenschmalz fehlte. Kann aber auch sein, dass die "Wölfe" schlicht und einfach ein starkes Spiel ablieferten - zumal die Dorfener auf dem Spielberichtsbogen immer noch einen Mann mehr stehen hatten. Sogar vorlegten durch den Überzahl-Treffer von Povilas Verenis, als Eugen Nold auf der Strafbank saß (10.). Nun ist es so, dass die Kissinger Wölfe in diesen Tagen ziemlich viel richtig machen. Selbst unter Druck. Das war der Fall nach der schweren Verletzung von Kontingentspieler Maris Lescovs (Schulter), was die Verantwortlichen zum schnellen Handeln zwang. Aus der tschechischen Republik wurde mit Ondrej Stava ein weiterer Verteidiger geholt, der nach der zügigen Freigabe des Verbandes am Freitagabend erstmals für seine neue Mannschaft auf dem Eis stand - und prompt für den Ausgleich (19.) sorgte nach den Assists von Mikhail Nemirovsky und Anton Zimmer. Vor 200 Zuschauer geriet der Start ins Mitteldrittel perfekt mit dem Führungstreffer durch Nemirovsky. Glück für die Wölfe, dass ESC-Stürmer Florian Brenninger nur den Pfosten traf. Pech, dass diverse Überzahlspiele nicht den dritten Treffer brachten.

Ein Versäumnis, das nachgeholt werden sollte im starken Schlussabschnitt, in dem Anton Zimmer und Nemirovsky ESC-Goalie Thomas Hingel auf Herz und Nieren testeten, ehe Torjäger Anton Seewald in Überzahl die Vorentscheidung gelang. Dorfens Schlussoffensive überstand die Wölfe-Abwehr um Goalie Benni Dirksen souverän, per Empty-Net-Goal traf Tim Dreschmann zum Endstand. Und betrieb damit allerbeste Werbung für das Heimspiel am Sonntag gegen den TSV Erding, der zeitgleich die Icedogs aus Pegnitz mit 8:2 aus der Halle geschossen hatte.