FC Bad Brückenau - TV Marktsteft 20:23 (7:11).

Die "Green Boys" aus Marktsteft haben mit ihrem Sieg im Spitzenspiel das Tor zur Rückkehr in die Landesliga weit aufgestoßen. "Der TV Marktsteft hat eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Akteuren aus der A-Jugend, die momentan in der Bayernliga zu Hause sind. Ich denke, hier liegt der feine Unterschied zwischen dem TV Marksteft und dem FC Bad Brückenau", erläuterte FC-Coach Oliver Hilbert-Probeck. Dass es kein Überraschungscoup gegen den Tabellenführer wurde, lag vor allem daran, dass die Bad Brückenauer freie Würfe auf des Gegners Kasten reihenweise versemmelten und in ihren Angriffsbemühungen teilweise unkonzentriert wirkten. Da nutzte die stabile Abwehrleistung nichts mehr. Ihrer Favoritenrolle wurden die physisch starken Marktstefter auf jeden Fall gerecht, auch wenn das umkämpfte Match immer wieder schwächere Phasen hatte. Beim Gast saß eine mindestens gleichwertige zweite Reihe auf der Bank, sodass jeder Wechsel neue Optionen für die taktische Ausrichtung brachte. Die Mischung aus abgezockten Handballcracks und hochmotivierten Nachwuchskräften passte prächtig. Tempogegenstöße der Bad Brückenauer ließ der Tabellenprimus fast nie zu; auch folgenreiche Fouls am eigenen Kreis vermieden die Green Boys clever. Für FC-Coach Hilbert-Probeck ist die Heimniederlage vor toller Kulisse kein Beinbruch. "Wir haben eigentlich nicht vor, die Meisterschaft in der Bezirksoberliga zu holen." Beeindruckend war die souveräne Leistung der beiden Unparteiischen Christoph Feulner und Stephan Wilm, die sich von der knisternden Atmosphäre im Spitzenspiel kaum beeindrucken ließen.

Tore für Bad Brückenau: Simon Dietrich (6), Michael Müller (5), Nick Schumm (4), Simon Weiner (3), Lukas Heil (1), Tom Schumm (1). FC Bad Brückenau - VfL Sportfreunde Bad Neustadt 24:23 (10:16).

Als Anna Pragmann in letzter Sekunde den Siegtreffer für die FClerinnen im Rhönderby markierte, kochte der Römershager Hexenkessel über. Nach einer spielerisch eher schwachen Leistung im ersten Durchgang hatte kaum noch ein Zuschauer auf die FC-Frauen wetten wollen. Doch die Bad Brückenauerinnen kämpften sich nach der Pause mit toller Moral zurück und kamen in der 50. Minute überraschend durch Jennifer Frank wieder auf 21:21 heran. "Es ist etwas laut geworden in der Kabine", verriet FC-Coach Michael Pragmann. "Lauter als sonst." Weil die FClerinnen das Hinspiel sehr unglücklich und knapp verloren hatten, wollte Pragmann unbedingt die Revanche. "Es ist immer etwas drin, wenn die Mädels an sich glauben. Aber wenn sie die Köpfe vorzeitig hängen lassen, dann kann man keine Spiele gewinnen." Einen Sieben-Tore-Vorsprung hatten sich die Bad Neustadterinnen zwischenzeitlich herausgespielt, wobei Martina Schrameyer spielbestimmende Akteurin war. Sie sorgte nicht nur für stolze elf Tore, sondern verteilte im Zentrum geschickt die Bälle. Dass sie von Jennifer Frank immer wieder in Verfolgung genommen wurde, konnte die Rückraumshooterin nur phasenweise stoppen. Erst mit Tempogegenstößen konnten sich die FClerinnen nach und nach befreien. Dass sich FC-Keeperin Annalena Löser deutlich steigerte und tolle Paraden zeigte, half dem Team über schwierige Phasen hinweg. Nach diesem spannenden Derby herrschten Euphorie und Freude pur bei den FC-Frauen. Den Kampf um den Klassenverbleib haben sie nicht aufgegeben, auch wenn schwere Spiele gegen vermeintlich übermächtige Gegner bevorstehen. "Es ist immer eine Sache des Willens", ist sich FC-Coach Pragmann sicher.

Tore für Bad Brückenau: Lena Übelacker (7/3), Anna Pragmann (6), Sophie Gundelach (4), Jennifer Frank (3/2), Melissa Kalmund (1), Marie König (1), Theresa Löser (1), Sabrina Beck (1).

SG Garitz/Nüdlingen - SpVgg Giebelstadt 18:15 (8:4).

Die SG siegt und siegt. Die Wahrscheinlichkeit, nicht aufzusteigen, tendiert gegen Null. Auch das Mittelfeldteam aus Giebelstadt war kein allzu schwerer Gegner. Interessant: Zwar bekamen die Garitz/Nüdlingerinnen mit fünf Siebenmetern zwei weniger als Giebelstadt zugesprochen, verwandelten aber vier. Die SpVgg netzte von sieben Strafwürfen nur zwei ein. Schon nach elf Minuten setzte sich der Favorit mit 4:1 ab; Giebelstadt sollte diesen Vorsprung bis in die 54. Minute nie in Gefahr bringen. Dann aber stand es durch Alicia Bitzek 13:14. Doch von großem Zittern bei den SGlerinnen keine Spur. Nach einer Auszeit zogen die Gastgeberinnen wieder an. Und durch Sophie Hippler, Sarah Zintl und Pia Steinegger auf 18:14 davon.

Tore für die SG: Nadja Heer (5), Milena Schmitt (5/4), Sarah Zintl (3), Pia Steinegger (2), Sophie Hippler (1), Elina Keßler (1), Marina Titt (1).

TV/DJK Hammelburg - TSV Waigolshausen 25:19 (12:11).

Hammelburgs Damen nahmen erfolgreich Revanche für das verlorene Hinspiel gegen die faire und aufopferungsvoll kämpfende Gastmannschaft aus Waigolshausen. Die erste Halbzeit war geprägt durch viele unnötige Ballverluste in der Vorwärts-bewegung der Saalestädterinnen. Bis zur Mitte des Abschnitts konnten sie einen Vier-Tore-Vorsprung nicht halten, sondern mussten zur Halbzeit mit einer knappen Führung vorlieb nehmen. Nach einer Standpauke ihres Coaches kam die Hammelburger Sieben wie verwandelt zurück. Bis zur 40. Minute wurde der Vorsprung auf Sechs-Tore ausgebaut; die einstudierten Spielzüge zeigten ihre gewünschte Wirkung. Aufkeimende Hoffnung der Gastmannschaft, das Spiel noch mal spannend zu gestalten, wurden von der überragenden Torhüterin Sandra Fischer zunichte gemacht. Nur zwei von neun Siebenmetern fanden den Weg ins Netz des Tabellenführers. Ebenfalls durften Annika Keller, Laura Finke und die erfahrene Nicole Schröter ihr Torkonto weiter ausbauen.

Tore für TV/DJK Hammelburg: Annika Keller (7/1), Laura Finke (7/1), Nicole Schröter (4/1) Lea Schlereth (3), Nicole Simon (2), Tabea Hüfner (2).

FC Bad Brückenau II - HSV Bergtheim III 18:23 (8:12).

Dass beim HSV Bergtheim sogar die dritte Frauenmannschaft hochmotiviert zu Werke geht, musste die Zweite aus Bad Brückenau erleben. Die Wurfgeschosse der HSVlerin Jana Nolte aus dem linken Rückraum schlugen reihenweise in den FC-Maschen ein. Mit zehn sehenswerten Treffern war sie unangefochten Matchwinner. Auch in der Abwehr kannten die Gäste keine Kompromisse und ließen den Sinnstädterinnen wenig Platz für zielführende Aktionen. Im zweiten Durchgang wurde der Vorsprung der Bergtheimerinnen mit teils sieben Toren so groß, dass an eine Aufholjagd nicht zu denken war. Die FClerinnen drangen in der Offensive nur selten bis zur Kreislinie vor, sodass sie vom Unparteiischen Dirk Stumpe nicht einen Siebenmeter zugesprochen bekamen.

Tore für Bad Brückenau II: Katharina Probeck (5), Jana Gebhard (5), Maria Römmelt (4), Sabine Bott (2), Inci Abbate (1), Selina Vogler (1).

FC Bad Brückenau II - TSV Lohr III 22:38 (10:23).

Der TSV Die Lohr "Altmeister" stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass sie am Ball noch alles können. Alleine Spielertrainer Johannes Rützel, der nach seiner Rückkehr aus Partenstein die zwischenzeitlich abgemeldete 3. Mannschaft wiederbelebt hatte, netzte von Außen zwölf Mal ein. Auch die routinierten Michael Ziemainz, Mohammed Moussa, Christoph Bühner und Dominik Nannis trugen sich jeweils sechs Mal als Torschützen ein. Salvatore Fusci im Bad Brückenauer Kasten war nicht zu beneiden; ihm flogen die Bälle im Sekundentakt entgegen. Dass Florian Witt im Lohrer Kasten ein paar Siebenmeter "abkochte", kam erschwerend hinzu. In einem sehr fairen Spiel hatten die Gäste aus dem Spessart mit ihrem kleinen Kader großen Spaß und zu keiner Phase der Partie etwas anbrennen.

Tore für Bad Brückenau II: Jan Markovics (6/2), Lukas Heil (4), Tom Leidel (4), Nick Übelacker (3), Yannick Reim (2), Urs Grewen (1), Moritz Schumm (1), Dominik Hüfner (1).

SG Garitz/Nüdlingen II - TSV Pfändhausen 22:12 (12:9).

Die Garitz/Nüdlinger Reserve hat einen nie gefährdeten Sieg gegen die Kellerkinder aus Pfändhausen eingefahren. Torgefährlichste Spielerin war Hanna Mahlmeister mit sechs Treffern, davon zwei Siebenmeter. Sie war es auch, die nach ausgeglichenem Beginn mit drei Toren hintereinander die 4:2-Führung herauswarf, die die SG nie abgeben sollte. Schon zur Halbzeit bestand ein Drei-Tore-Polster (12:9), das in Abschnitt zwei immer weiter ausgebaut wurde. Beim Stand von 21:10 kurz vor Schluss ließen die Gastgeber den TSV sogar noch rankommen.st

Tore für die SG II: Hanna Mahlmeister (6/2), Marina Titt (5/1), Sophie Hippler (3), Ina Rothaug (3), Michelle Kutzer (1), Gina-Sophie Veth (1), Carina Geisel (1), Leonie Kaiser (1).