Der SV Wildflecken hat sein traditionsreiches "Peter-Manger-Gedächtnisturnier" mit hochklassigem Juniorenfußball wieder zum Leben erweckt. Manger, der einstmals Gründungsmitglied, Vorsitzender, Schiedsrichter, Spielleiter, Kassier, Abteilungsleiter und bis zuletzt Gönner des SV war, starb 1985 im Alter von 76 Jahren. Die Wildfleckener Sportbegeisterten haben ihn nicht vergessen. Nach der kurzfristigen Absage des Staffellaufs am

Freitag feierten die Wildfleckener zunächst gemeinsam beim bayerischen Abend im Sportheim.
Sportlich ging es am Samstag los, und es herrschte schon in den frühen Morgenstunden Hochbetrieb im altehrwürdigen Helmut-Patzke-Stadion, wo ein umfangreiches Turnier für U9- und U11-Junioren auf die Beine gestellt worden war. Zahlreiche namhafte Vereine, die sich seit Jahren intensiv und professionell um die Nachwuchsarbeit kümmern, hatten ihr Kommen zugesagt und hielten auch Wort. So reisten beispielsweise nach Wildflecken: TSG Hoffenheim, 1. FC Nürnberg, FC Schweinfurt 05, Würzburger FV oder auch der TSV Großbardorf. Für die regionalen Jugendmannschaften wurden die Vorrundenpartien daher zu echten sportlichen Herausforderungen. Beim Turnier der U9-Mannschaften kam es zum erwarteten Finale zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FC Schweinfurt 05. Die "Schnüdel" setzten sich denkbar knapp mit 1:0 durch und nehmen den Wanderpokal für ein Jahr mit in die Kugellagerstadt. Bei der U11-Jugend gab es einige sportliche Überraschungen. Die favorisierte TSG Hoffenheim schaffte es nur in das Spiel um Platz drei, bezwang dort aber den FC Schweinfurt 05 mit 1:0. Im Finale setzte sich die spielstarke Mannschaft des Würzburger FV erst im Neunmeterschießen mit 3:1 gegen den TSV Großbardorf durch. Die SG Wildflecken/Oberbach erreichte den achten Platz.


Extrem junge Hoffenheimer

"Die Hoffenheimer waren mit seiner sehr jungen Mannschaft in die Rhön gereist. Außerdem steckte den Nachwuchskickern die lange Busfahrt in den Knochen", berichtet SV-Abteilungsleiter Andreas Schmid. "So war es für die spielerisch sehr starken, aber eben extrem jungen Hoffenheimer nicht ganz einfach, körperlich gegen die anderen Spitzenteams dagegenzuhalten", so Schmid. Trotzdem habe man sich sehr über das Kommen der Hoffenheimer gefreut, die tolle Partien zeigten. Am Sonntag stand neben Einlagespielen das etwas kleinere Turnier der U13-Mannschaften auf dem Programm. Das DFB-Stützpunktteam aus Münnerstadt erreichte den ersten Platz (zwei Siege, eine Niederlage), gefolgt vom punktgleichen Würzburger FV, der ebenfalls punktgleichen Borussia aus Fulda und der JFG Sinntal-Schondratal, die sich gegen die Spitzenteams drei Niederlagen einfing. Die Tordifferenz entschied über die Platzierungen. "Auch wenn beim Nachwuchs Spaß und Fairness im Vordergrund standen, so waren die Spieler und Betreuer doch mit großem Engagement und Feuereifer bei der Sache. Das sportliche Niveau war entsprechend hoch", sagt Schmid. "Viele Spieler verreisten direkt nach dem Turnier auch schon in den Sommerurlaub und waren deshalb voller Vorfreude auf die Ferien." Auch nächstes Jahr soll es wieder ein Peter-Manger-Turnier geben. "Denn alle beteiligten Trainer, Betreuer und Spieler waren mit dem Ablauf sehr zufrieden und wollen nächstes Jahr wieder dabei sein." Im Rahmen des Programms "Integration durch Sport" wurde außerdem zum bereits siebten Mal ein Volleyballturnier für Hobby-Mannschaften ausgetragen. Der Wettbewerb, bei dem der Spaß im Vordergrund stand, fand am Samstag zeitgleich mit dem Peter-Manger-Turnier im Helmut-Patzke-Stadion statt.