TSV Peißenberg - Kissinger Wölfe 8:3 (3:1, 3:0, 2:2).

Der TSV Peißenberg ist abgeschlagen Letzter der Verzahnungsrunde. Aber hat halt nichtsdestotrotz immer noch ein gutes Team, das sich schließlich für diese Aufstiegsrunde qualifiziert hatte. Die Tabellensituation ließ die Kissinger Wölfe favorisiert anreisen, doch von breiter Brust war bei den Unterfranken an diesem Abend so gar nichts zu spüren.

Im Gegenteil: Mit dieser schmerzhaften Pleite sind die Chancen auf eine Playoff-Teilnahme erheblich gesunken. "Hergeschenkt" formulierte es Michael Rosin, der an diesem Abend überhaupt sehr deutliche Worte fand. "Das Ergebnis sagt alles. Von unserer Seite aus waren das 60 Minuten Totalausfall", sagte der Wölfe-Vorsitzende in der Pressekonferenz. Schon vor dem Spiel der erste Nackenschlag, weil Marc Hemmerich im Stau stand, sodass Spielertrainer Mikhail Nemirovsky im eh ausgedünnten Kader nur auf drei Verteidiger zurückgreifen konnte. Das Spiel beendeten die Gäste allerdings mit zwei Defensivspielern, weil sich Domantas Cypas gegen Ende des Mitteldrittels nach einem üblen Knie-Check eine 5+Spieldauerstrafe einhandelte, womit der Litauer auch für das Sonntagsspiel gegen den EHC Klostersee gesperrt war.

"Für so ein saudummes Foul kann ich mich nur entschuldigen. Die Strafe ist vollkommen gerechtfertigt, hoffentlich lernt er daraus", sagte Rosin. Der Gefoulte konnte das Spiel nach Behandlungspause fortsetzen, allerdings hatte sich Cypas bei dieser Aktion so schwer verletzt, dass der Wölfe-Spieler ins Krankenhaus gebracht werden musste. "Es ist kein Bruch, aber die Bänder könnten etwas abbekommen haben."

Die vier Tore des Auftakt-Drittels fielen binnen der ersten sieben Minuten. Nach 22 Sekunden lagen die Saalestädter bereits zurück, ehe Mikhail Nemirovsky egalisierte (4.) und Peißenberg wieder vorlegte durch den starken Florian Höfler (6.) und Martin Andrä (7.). Es hätte noch schlimmer kommen können für die Wölfe, hätte Benni Dirksen nicht einen Penalty pariert (8.). Es sollte ein schwacher Trost bleiben für den Goalie, weil die Eishackler in Abschnitt zwei den nächsten Dreierpack schnürten durch Höfler (34.), Maximilian Malzatzki (36.) und Dominik Ebentheuer (40.). "Wir wollten die Kissinger unter Druck setzen und in keine Konter laufen gegen diese technisch versierte Truppe, was uns mit schönen Spielzügen und Toren gut gelungen ist", freute sich TSV-Coach Sepp Staltmayer über dieses Erfolgserlebnis nach sechs Niederlagen am Stück. Die 320 Fans sahen schließlich ein ausgeglichenes finales Drittel, in dem die Oberbayern durch Höfler (48.) und Malzatzki (60.) nachlegten und die Kissinger Wölfe Ergebniskorrektur betrieben in Person von Eugen Nold (43.) und Anton Seewald (56.).

Aufgrund des Cypas-Ausfalls deutete sich im Verlauf des Samstags ein überraschendes Comeback für das Klostersee-Spiel an. Es verdichteten sich die Vorzeichen für einen Einsatz von Roman Nikitin, der in dieser Saison aufgrund der Ausländerregelung keine Option war, aber durch die frei gewordene Kontingentstelle eben in den Kader rücken könnte.