Erding Gladiators - Kissinger Wölfe 6:3 (2:0, 1:1, 3:2).

Eine Niederlage in Erding ist sicher kein Grund zum Trübsal blasen. Zumal die Oberbayern schon das Hinspiel an der Saale deutlich gewonnen hatten. Von Haus aus chancenlos waren die Unterfranken aber auch nicht bei den zuletzt schwächelnden Gladiators, die gerade so über dem Strich stehen als Siebter. Ein direkter Konkurrent also für die Wölfe im Kampf um einen Top-8-Platz, der bekanntlich die Teilnahme an der Aufstiegsrunde - und damit den Klassenerhalt garantiert. Zeitweise gar Tabellenführer war der fulminant gestartete Aufsteiger von der Saale, der aber vom Himmelhochjauchzend-Kurs ein wenig abgekommen ist aufgrund der personellen Schieflage. Gut, dass die Spielberechtigung für Rückkehrer Domantas Cypas rechtzeitig erfolgt war. Schlecht, dass dennoch nur zwölf zum Teil angeschlagene Kissinger Spieler und zwei Goalies auf dem Spielberichtsbogen standen. "Irgendwann gehen dir die Kräfte aus, aber es ist verdammt schwer, auf die Schnelle deutsche Spieler zu verpflichten, die die Qualität für diese Liga mitbringen", sagt Wölfe-Boss Michael Rosin. Die beiden Kontingentstellen sind bekanntlich mit Kristers Freibergs und jetzt Cypas (für Ondrej Stava) besetzt.

Gleich sechs Feldspieler mehr standen den Erdingern zur Verfügung, die entsprechend druckvoll begannen und bereits nach zehn Minuten mit 2:0 führten durch die Treffer von Daniel Krzizok (6.) und Tobias Feilmeier (10.). Zurück im Spiel waren die Gäste mit dem Anschlusstreffer von Anton Zimmer (28.) im Mitteldrittel, doch ausgerechnet in eigener Überzahl kassierten die Kissinger Wölfe den dritten Gegentreffer durch Philipp Michl (30.). Nur ein einziges Mal waren die Gäste in Unterzahl, als Spielertrainer Mikhail Nemirovsky für zwei Minuten das Sünderbänkchen drückte, doch bei insgesamt sechs Überzahl-Situationen sollte diesmal kein eigener Treffer gelingen.

Hemmerich macht's spannend

Spannend wurde die Partie vor 500 Zuschauern mit dem erneuten Anschlusstreffer, diesmal erzielt von Verteidiger Marc Hemmerich (48.). Die folgende Sturm- und Drangphase der Saalestädter überstanden die Erdinger nicht zuletzt dank ihres starken Goalies Jonas Steinmann, ehe die Gastgeber mit dem größeren Fortune im Abschluss für die Entscheidung sorgten durch den Doppelschlag von Florian Zimmermann (52.) und Philipp Spindler (52.) binnen 38 Sekunden und dem Treffer von Philipp Michl (58.), ehe Kissingens Adrian Persch mit seinem verwandelten Penalty zum Endstand traf (58.).

Kämpferischer Wölfe-Boss

"Ein Spiel, das man nicht verlieren muss, wir hatten schließlich Chancen für drei Spiele. Und einige Gegentore waren selbst verschuldet, da braucht man sich nicht zu wundern, wenn so ein Spiel verloren geht", lautete die Analyse von Michael Rosin, der sich vor dem Sonntagsspiel gegen den ESC Dorfen dennoch kämpferisch gab: "Wenn wir pro Wochenende ein Spiel gewinnen, erreichen wir unser Ziel."

Noch schlechter war zeitgleich die Stimmung bei den Schweinfurter Mighty Dogs, die beim Tabellenvorletzten EA Schongau nach desolater Defensivleistung eine 5:9-Packung kassierten, auf Platz 12 abrutschten und in dieser Form die Teilnahme an der Abstiegsrunde kaum vermeiden können. Ein Teil der Fans forderte umgehend neues Personal - und die Trennung von Trainer Zdenek Vanc