Volleyball in Hammelburg ist seit Jahren eine Erfolgsstory und nebenbei ein Werbeträger für die fränkische Kleinstadt. Jetzt steuerte der ehemalige Damentrainer Frank Otter ein weiteres Kapitel bei. Denn der Hauptmann führte als Trainer das deutsche Luftwaffenteam der Männer zum dritten Turniersieg in Folge. Unterstützt wurde er dabei von Oberstabsfeldwebel a.D. Dietmar Gleisle, dem Teammanager der Hammelburger Zweitligamannschaft. Bei dem 6-Nationen-Turnier der NATO-Luftwaffenteams, welches alle zwei Jahre stattfindet, wurde die Vorrunde in zwei Gruppen absolviert. Das Deutsche Team traf hier auf die Mannschaften aus Belgien und den USA. Nach zwei klaren 2:0-Siegen qualifizierte man sich für das Halbfinale gegen Gastgeber Niederlande. Gegen die starken Holländer waren Konzentration und Ausdauer gefragt, sogar zwei Satzbälle mussten abgewehrt werden beim 26:24 im ersten Satz. Damit war der Widerstand der "Koninkklijke Luchtmacht" schnell gebrochen, Team Deutschland gewann den zweiten Satz mit 25:18.

Im Finale wartete mit der bärenstarken Truppe aus Polen der Dauerrivale, der das Endspiel ebenfalls ohne Niederlage erreichte und hochmotiviert war nach zwei Finalniederlagen in Folge gegen Deutschland. Die Auswahl der "Polish Airforce" zündete im ersten Satz ein wahres Aufschlagsfeuerwerk, mit dem das deutsche Team große Probleme hatte. Somit ging der erste Satz mit 15:25 verdient an die polnische Auswahl. Mit Beginn des zweiten Satzes, kam die deutsche Luftwaffen-Mannschaft besser mit den Aufschlägen ihrer Gegner zurecht, konnte ihrerseits ihr starkes Angriffsspiel immer besser in Szene setzen und gewann die Sätze zwei und drei jeweils mit 25:22. Der vierte Satz wurde zu einem Schaulaufen der deutschen Mannschaft, die diesen Abschnitt mit 25:13 und somit das Spiel gewann. "Unser Team präsentierte sich hoch motiviert und zielstrebig, obwohl wir einige Stammspieler ersetzen mussten", resümierte Hauptmann Otter.

Neben dem Triple-Sieg der Herrenmannschaft feierten auch die deutschen Damen den Titel mit einem 3:1-Erfolg gegen die Niederlande. Somit konnte sich die gesamte Delegation, die ganze Woche über getragen von einem einzigartigem Teamspirit, am Ende zusätzlich über den Gewinn der inoffiziellen Nationenwertung freuen.