Blue Volleys Gotha - Hammelburg Volleys (Samstag, 19 Uhr) Die Turbulenzen rund um das zurückliegende Heimspiel mit dem 3:2-Erfolg über Freiburg sind für Verantwortliche und Spieler ad acta gelegt, nun wollen sich die Hammelburg Volleys (8./27 Punkte) wieder mit aller Energie dem Saisonendspurt widmen. Und dieser wird mit Blick auf das Restprogramm der Saalemannen kein leichter sein.

Mit Mainz, Grafing und Rüsselsheim müssen sich die Unterfranken noch mit echten Ligaschwergewichten messen. Und der Samstags-Gegner aus Gotha (11./16)? Ein Leichtgewicht oder gar ein netter Sparringspartner? Mitnichten! Bleibt man im Boxjargon, sind die Blue Volleys bezüglich ihres Tabellenplatzes vielleicht am Taumeln, aber auch nur, wenn man alle anderen Parameter ausblendet. Das Handtuch werden die Jungs aus Thüringen gewiss nicht vorzeitig schmeißen und in den verbleibenden Spielen alles geben, den derzeitigen 6-Punkte-Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz wettzumachen. Betrachtet man die letzten Resultate der Thüringer wird schnell klar, dass dieses Team in der Liga auf jeden Fall über volle zwölf Runden gehen kann. Meister Grafing und Titelanwärter Mainz können ein Lied davon singen, die zuletzt von den Aufsteigern über fünf Sätze "ausgeknockt" wurden.

Jedes Spiel ein Endspiel

Entsprechend motiviert werden die Gastgeber gegen Hammelburg auch zu Netze gehen, wie deren sprunggewaltiger Außenangreifer Robert Werner bestätigt: "Für uns ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel. Die guten Leistungen gegen Mainz und Grafing geben uns viel Selbstbewusstsein, um auch gegen eine gute Hammelburger Mannschaft bestehen zu können." Die Gäste sind gewarnt, doch keineswegs alarmiert, kennen ihr Restprogramm und wissen, dass in puncto Ligaverbleib noch nichts in trockenen Tüchern ist. "Es ist für uns ein sehr wichtiges Spiel, um uns in der Liga zu festigen", sagt Hammelburgs Angreifer Moritz Rauber und fügt hinzu: "Wenn wir unser Spiel spielen und zeigen, was wir können, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir das Ding gewinnen."

Sein Pendant Werner, der mit den Hammelburgern Krochmann, Dierks und Rehmeier am Volleyball-Internat Frankfurt sein Abi machte, hat noch eine ganz besondere, aber durchweg nett gemeinte Ansage an seine ehemaligen Mitschüler: "Für mich persönlich ist es natürlich auch ein besonderes Spiel, weil ich noch eine Rechnung aus dem Hinspiel mit meinen Frankfurter Jungs offen habe."