Hammelburg Volleys - L.E. Volleys (Samstag, 20 Uhr)
Es ist die dritte Saison für die Hammelburg Volley (6./24) in der zweiten Bundesliga. Duelle gegen Leipzig (13./8) gehörten dabei durchweg zu den absoluten Highlights. "Egal welches, alle Spiele gegen Leipzig waren spannungsgeladen und große Werbung für den Volleyballsport", freut sich Tado Karlovic auf das erneute Aufeinandertreffen mit den Sachsen.


Absolut kein leichtes Spiel

Der bloße Blick auf die Tabelle und die bisherige Punkteausbeute der Gäste lässt eigentlich ein eindeutiges Ergebnis und ein einseitiges Spiel vermuten. Beschäftigt man sich jedoch etwas genauer mit dem bisherigen Saisonverlauf der Leipziger, wird schnell klar, dass die Sachsen alleine ganze fünf Spiele im Tie-Break verloren haben. Auch die Hammelburg Volleys taten sich beim Hinspiel in der "Brüderhölle" erheblich schwer und mussten sogar einen Matchball abwehren. Natürlich fehlen den Sachsen, die nach der vergangenen Saison einen Umbruch erlebten, derzeit ganze 13 Punkte zu einem Nichtabstiegsplatz. Dennoch wird am Samstag mit Sicherheit kein Team auf dem Feld stehen, das die Saison nur noch mit Anstand zu Ende spielen wird. "Als ich mir Leipzigs letztes Spiel gegen Fellbach angesehen habe, hatte ich zu keiner Zeit den Eindruck, dass sich dieses Team auch nur ansatzweise aufgegeben hat", sagt Karlovic. "Fellbach hat herausragend spielen müssen, um zu gewinnen, nichts anderes müssen auch wir tun", benennt der Hammelburger Coach die einfache Erfolgsformel.


Alles für den Ligaverbleib

Um alle Möglichkeiten für einen Ligaverbleib auszuschöpfen, haben sich die Leipziger in der Weihnachtspause weitere Verstärkung geholt. So feierte der 2,03 Meter große US-Amerikaner Gabriel Vega in Fellbach sein Debüt auf der Diagonalposition. Natürlich geht es im Spiel gegen die Leipziger auch darum, Motivation für das darauffolgende Heimspiel gegen das rote Rudel aus Fellbach zu tanken. Doch diesen Weitblick vermeidet Karlovic bewusst, da für den Trainerfuchs die heutige Begegnung "viel zu wichtig ist, um schon auf den übernächsten Gegner zu schielen".


Kein Gegner ist einfach

Außerdem weiß Karlovic nur zu gut, dass es in dieser Liga schlichtweg keine einfachen Gegner gibt. Kein Satz aus der Phrasenschwein-Sammlung, sondern durchaus belegbar, denn in den beiden bisherigen Rückrundenspielen lief es für seine Jungs nicht wirklich rund. Wer Karlovic kennt, der weiß, dass er sich nur selten der Retrospektive hingibt. Nur so viel: "Natürlich war das Spiel gegen Karlsruhe kein Leckerbissen, aber man kann eben auch nichts erzwingen und manchmal ist es eben so. Umso mehr freue ich mich darauf, dass die Jungs endlich wieder vor eigenem Publikum spielen dürfen."


Team und Fans motiviert

Das Team ist zumindest immer motiviert und glaubt man den vereinsinternen soziale Medien, hat auch die Hammelburger Zuschauerschaft durchaus Bock, endlich wieder live Volleyball erleben zu dürfen. Erneut in schwarz, erneut daheim und erneut erfolgreich? Die Antwort gibt es am Samstagabend.