Wir begeben uns auf eine Zeitreise des Fußballs. Vor über 50 Jahren wurden vom ehemaligen Verbandstrainer Horst Stürze ein Netzwerk von Fußballtrainern aufgebaut - die Basis der heutigen Fußballtrainergemeinschaften in den Bezirken. Auch in Unterfranken ist eine Gemeinschaft der Fußballtrainer (GFT) dafür da, lizenzierte Fußballtrainer fortzubilden. "Das ging damals vom Bayerischen Fußballverband aus", sagt Karl-Heinz Erlwein. Er ist zweiter Vorstandsvorsitzender der GFT Unterfranken.


Geschichte der Gründung

"Damals mussten die Trainer immer nach München fahren zur Fortbildung. Um die Sportschule zu entlasten, wurde die Gemeinschaft in allen sieben Regierungsbezirken gegründet." Seit 1965 oder dem Folgejahr gibt es in Ober- und Mittelfranken, in der Oberpfalz, in Ober-, Niederbayern und Schwaben eine GFT. Neben Horst Stürze waren in Unterfranken auch die Trainer Rudi Ziegler und Fritz Käser an der Gründung der GFT beteiligt.

"Wir machen unsere Fortbildungen bei den Kickers in Würzburg", sagt Karl-Heinz Erlwein. "Es ist bis heute so, dass die Trainerkollegen in drei Jahren 20 Stunden Fortbildung nachweisen müssen, um ihre Lizenz zu verlängern." Für eine Sitzung in Würzburg bekommen die Trainer drei Stunden gutgeschrieben. Neben den normalen Fußballthemen gehören bei der GFT Unterfranken auch spezielle Schulungen zum Programm. "Wir bilden zum Beispiel zum Thema Sportverletzungen weiter, haben Ärzte und Sportmediziner als Referenten", sagt Erlwein. Ebenso wie das Schiedsrichter-Regelwerk spielen auch Pädagogik und Psychologie bei den Schulungen eine Rolle. "Unsere Themen gehen quer durch den Fußball." Aktuell sind 420 lizenzierte Fußballtrainer Mitglied der Fußballgemeinschaft Unterfranken.


Feier in Nüdlingen

Unter dem Motto "Eine Zeitreise des Fußballs" findet in Nüdlingen die verspätete Feier zu 50 Jahren GFT Unterfranken statt. Am Samstag, 9. Juni, ab 10 Uhr in der Nüdlinger Schlossberghalle werden Trainer und Trainerinnen nicht nur einen Rückblick auf die Entwicklung und einen Ausblick auf die Zukunft des Fußballs bekommen, sondern gleichzeitig an einer Fortbildung teilnehmen. Gerhard Bauer, Mitglied im Bund Deutscher Fußballlehrer und Autor diverser Fußballbücher, ist der Referent zum Rückblick der vergangenen 50 Jahre. Volker Pröpper, Nachwuchs-Chefscout vom Bundesligisten Borussia Dortmund, trägt etwas zur Zukunft des Fußballs und der Jugendförderung bei.